ANZEIGE

ANZEIGE

Gesundheit als Währung: YouGov-Studie zeigt neue Konsummuster

Symbolik zu Medikamenten und gesunden Lebebsmitteln
Foto: Uber Eats

Key takeaways

Die neue YouGov-Studie zeigt: Gesundheit ist für viele Deutsche mehr als ein Lifestyle – sie wird zur Identitätsfrage. Zwischen Selbstkontrolle, Prävention und dem Wunsch nach Entlastung entstehen neue Konsummuster. Unternehmen müssen stärker auf Haltungen eingehen, um Konsumenten wirksam zu erreichen und Vertrauen aufzubauen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Gesundheit wird für viele Deutsche zur Frage der Identität – und spiegelt sich zunehmend im Konsumverhalten wider. Das zeigen die aktuellen Studien „Who Cares? Who Does? Health“ 2025 und der „TrendReality Report“ von YouGov. In Zeiten geopolitischer Unsicherheit, demografischen Wandels und wachsender Krankheitslast entsteht ein vielschichtiges Bild vom Gesundheitsbewusstsein in Deutschland.

Steigende Sorgen – mentale und körperliche Gesundheit im Fokus

Weltweit wächst das Bewusstsein für körperliches und seelisches Wohlbefinden. Während 2022 noch 31 Prozent der Befragten körperliche Gesundheit als eine der größten Sorgen nannten, stieg dieser Wert laut YouGov 2025 auf 38 Prozent. Die mentale Gesundheit zeigt ein ähnliches Bild – besonders stark ausgeprägt bei der Generation Z. In Deutschland fühlt sich fast die Hälfte der Menschen nicht gesund, ein Wert unter dem globalen Durchschnitt.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Zwischen Stress, Schlaf und Gewicht

40 Prozent der Deutschen sorgen sich um ihr Gewicht, fast ein Drittel leidet unter Schlafproblemen, ein Viertel unter Stress. Dabei unterscheiden sich die Belastungen nach Altersgruppen: Während Jüngere eher unter mentalem Druck stehen, dominieren bei Älteren körperliche Sorgen wie Herzprobleme oder Diabetes.

Drei Motive prägen das Gesundheitsverhalten

Die Studien benennen drei zentrale Bedürfnisse, die das neue Gesundheitsverständnis prägen – und sich direkt im Konsum widerspiegeln.

Kontrolle beschreibt den Wunsch, aktiv die eigene Gesundheit zu steuern. Alkoholfreie Getränke boomen, 34 Prozent der Deutschen verzichten vollständig auf Alkohol. Auch Abnehmspritzen wie GLP-1 gewinnen an Aufmerksamkeit, da sie schnelle Ergebnisse versprechen. Health Tracking und bewusster Konsum stärken das Gefühl der Selbstbestimmung.

Gestaltung steht für einen langfristigen Ansatz. Resilienz, Prävention und Langlebigkeit treten in den Vordergrund. Produkte mit funktionalem Zusatznutzen erleben deutlichen Zuwachs: Proteinprodukte (+26,8 %), Nahrungsergänzungsmittel (+22,5 %) und fermentierte Lebensmittel (+17,8 %) wachsen überdurchschnittlich. Gesundheit wird hier zur Lebensphilosophie – und zum Statussymbol.

Verbundenheit schließlich ist das Gegengewicht zur ständigen Selbstoptimierung. Immer mehr Menschen suchen gezielt nach Entlastung: 60 Prozent achten bewusst auf erholsamen Schlaf, fast ein Drittel reduziert aktiv die Bildschirmzeit. Die Suche nach innerer Ruhe wird zum Kaufmotiv – vom Wellness-Angebot bis zur Schlafhilfe.

Neue Segmentierung: Haltung statt Alter

YouGov empfiehlt Unternehmen, ihre Zielgruppen nicht länger primär nach Alter zu differenzieren. Stattdessen sollte die gesundheitliche Grundhaltung im Zentrum stehen. Wer Kontrolle sucht, denkt anders als jemand, der Balance anstrebt. Zwischen „Health Actives“, die aktiv für ihre Gesundheit handeln, und „Health Passives“, die kaum Maßnahmen ergreifen, entstehen neue Potenziale für Marken, Produkte und Kommunikation.

Marken müssen Glaubwürdigkeit beweisen

In einer zunehmend polarisierten Gesundheitskultur zählt nicht nur das Produkt, sondern auch die Haltung dahinter. Vertrauen und Authentizität werden zu entscheidenden Erfolgsfaktoren im Gesundheitsmarkt. Die Studien liefern damit eine fundierte Grundlage für Markenstrategien, die Gesundheit nicht nur als Trend, sondern als gesellschaftlichen Wandel begreifen.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored