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Studie: Deutsche verlieren Vertrauen in ihr Gesundheitssystem

Arzt und OP Besteck im OP Saal
Foto: Pexels

Key takeaways

Die Sorge um die Zukunft des deutschen Gesundheitswesens wächst: Laut PwC-Healthcare-Barometer zählt nur noch die Hälfte der Bevölkerung das System zu den weltweit besten. Vor allem steigende Kosten, Fachkräftemangel und Zeitdruck bei Ärzten verstärken den Ruf nach Reformen, Prävention und stärkerer Digitalisierung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Skepsis gegenüber dem deutschen Gesundheitswesen wächst. Nur noch jede zweite Person zählt das System hierzulande zu den drei besten weltweit. Gleichzeitig steigt die Sorge, wie die medizinische Versorgung künftig finanziert werden soll. Das zeigt das „Healthcare-Barometer 2026“ der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft PwC, für das 1.000 Bürgerinnen und Bürger befragt wurden.

Finanzierung und demografischer Wandel als größte Sorge

Mit 91 Prozent äußert eine überwältigende Mehrheit Bedenken hinsichtlich der langfristigen Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems. Hauptgründe sind steigende Kosten sowie eine alternde Bevölkerung. Auch strukturelle Probleme rücken stärker in den Fokus: 53 Prozent sehen im Fachkräftemangel eine der größten Herausforderungen, während 49 Prozent die Sicherung der Versorgungsqualität als kritisch einstufen.

Viele Befragte erwarten daher stärkeres politisches Engagement. Ebenfalls 91 Prozent wünschen sich, dass Gesundheitspolitik künftig mehr Priorität erhält.

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Prävention und integrierte Versorgung als Reformhebel

Ein zentraler Ansatz zur Verbesserung liegt aus Sicht der Bevölkerung in einer stärkeren Verzahnung der verschiedenen Versorgungsbereiche. 87 Prozent der Teilnehmenden befürworten eine integrierte Versorgung, die das traditionelle Nebeneinander von ambulanter und stationärer Behandlung stärker überwindet.

Noch deutlicher fällt die Zustimmung für Prävention aus: 91 Prozent sind der Meinung, dass vorbeugende Maßnahmen künftig eine größere Rolle im Gesundheitssystem spielen sollten. Experten sehen hier ein erhebliches Potenzial, Kosten langfristig zu reduzieren und die Effizienz zu steigern.

Krankenhausversorgung stabil bewertet

Die Zufriedenheit mit der stationären Versorgung bleibt relativ konstant. Jeder zweite Befragte bewertet die Qualität der Krankenhausbehandlung als gut oder sehr gut. Bei der Wahl einer geeigneten Klinik spielt weiterhin der Rat der Hausärztinnen und Hausärzte die wichtigste Rolle und liegt deutlich vor Online-Informationen oder Empfehlungen aus sozialen Medien.

Kritik an ärztlicher Versorgung wächst

Deutlich kritischer sehen die Bürgerinnen und Bürger hingegen die ambulante Versorgung. Nur noch 30 Prozent zeigen sich mit ärztlichen Behandlungen zufrieden – ein Rückgang gegenüber den vergangenen Jahren. Besonders häufig wird bemängelt, dass Ärztinnen und Ärzte zu wenig Zeit für Patientinnen und Patienten haben. 39 Prozent nennen diesen Punkt als Hauptkritik.

Auch mangelnde Wertschätzung wird thematisiert: Mehr als ein Viertel der Befragten fühlt sich von medizinischem Personal nicht ausreichend ernst genommen. Auffällig ist, dass Berufstätige deutlich unzufriedener sind als Nicht-Erwerbstätige.

Krankenkassen bleiben stabil bewertet

Trotz steigender Zusatzbeiträge bleibt die Zufriedenheit mit den Krankenkassen hoch. 87 Prozent der Versicherten geben an, mit ihrer Kasse zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Zudem bestätigen 86 Prozent, dass die gesetzlichen Krankenkassen die wichtigsten Leistungen abdecken.

Pharmaindustrie gewinnt leicht an Ansehen

Auch das Image der Pharmaindustrie hat sich verbessert. Zwei Drittel der Befragten sehen Deutschland weiterhin als wichtigen Innovationsstandort für Arzneimittel. Gleichzeitig wünschen sich 91 Prozent bessere politische Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung neuer Wirkstoffe.

Ein weiterer Schlüssel zur Modernisierung des Systems liegt aus Sicht vieler Bürger in der Digitalisierung: 78 Prozent sehen im Ausbau digitaler Infrastruktur und Datennutzung einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der medizinischen Versorgung.

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