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KfW-Report: Immer mehr Menschen gründen im Nebenerwerb

STARTUP auf einem Laptop
Foto: Depositphotos.com

Key takeaways

Die Gründungstätigkeit in Deutschland ist 2025 deutlich gestiegen. Besonders Nebenerwerbsgründungen treiben den Trend und erreichen mit 70 Prozent einen Rekordwert. Steigende Lebenshaltungskosten und ein schwieriger Arbeitsmarkt gelten als zentrale Ursachen, während die Zahl der Vollerwerbsgründungen weitgehend stabil bleibt.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Gründungstätigkeit in Deutschland hat 2025 deutlich an Dynamik gewonnen. Laut einer Vorabauswertung des KfW-Gründungsmonitors stieg die Zahl der Gründerinnen und Gründer spürbar an – getrieben vor allem durch einen starken Zuwachs im Nebenerwerb.

Deutlich mehr Gründungen im Jahr 2025

Die Gründungsintensität erhöhte sich auf 136 Existenzgründungen je 10.000 Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren, nach 115 im Vorjahr. Insgesamt entspricht dies rund 690.000 Gründerinnen und Gründern – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 585.000 im Jahr 2024.

Damit zeigt sich eine klare Belebung der Gründungsaktivität in Deutschland, nachdem die Entwicklung in den vergangenen Jahren eher verhalten verlief.

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Nebenerwerb als zentraler Wachstumstreiber

Besonders auffällig ist der starke Anstieg von Nebenerwerbsgründungen. Deren Anteil erreichte mit 70 Prozent einen neuen Höchstwert. Insgesamt wurden rund 483.000 Gründungen im Nebenerwerb registriert, deutlich mehr als im Vorjahr.

Im Gegensatz dazu blieb die Zahl der Vollerwerbsgründungen weitgehend stabil. Mit etwa 206.000 Gründungen zeigte sich hier bereits im dritten Jahr in Folge kaum Bewegung.

Wirtschaftliche Faktoren als Auslöser

Ein wesentlicher Treiber für die Entwicklung sind laut KfW die gestiegenen Lebenshaltungskosten sowie ein schwierigerer Zugang zum Arbeitsmarkt. Für viele Menschen bietet die Selbstständigkeit im Nebenerwerb eine Möglichkeit, zusätzliches Einkommen zu generieren.

Gleichzeitig zeigt die Studie, dass die Mehrheit der Gründerinnen und Gründer nicht nur aus finanziellen Gründen handelt. Rund zwei Drittel bevorzugen grundsätzlich die Selbstständigkeit gegenüber einer klassischen Anstellung.

Dominanz von Einzelgründungen

Die Gründungslandschaft bleibt weiterhin stark von Einzelunternehmern geprägt. Rund 86 Prozent der Gründungen erfolgten durch Einzelpersonen, während Teamgründungen deutlich seltener sind.

Nur etwa ein Viertel der neuen Unternehmen beschäftigte Mitarbeitende. Zudem entstehen die meisten Unternehmen durch Neugründungen, während Übernahmen mit rund 10 Prozent eine untergeordnete Rolle spielen.

Nachfolge bleibt zentrale Herausforderung

Trotz steigender Gründungszahlen sieht die KfW weiterhin Handlungsbedarf. Besonders im Mittelstand zeichnet sich ein wachsender Bedarf an Unternehmensnachfolgen ab.

Bis 2029 suchen rund 545.000 mittelständische Betriebe eine Nachfolge. Die Aktivierung von Gründerinnen und Gründern für Unternehmensübernahmen gilt daher als entscheidend für die Stabilität des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

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