Mit einer Beteiligung an Microsynetics, dem Unternehmen hinter dem Notrufarmband Gardia, stärkt GS1 Germany über seine Tochter butterfly & elephant gezielt ein junges HealthTech-Startup. Die Investition soll laut Unternehmen helfen, digitale Sicherheitslösungen für ältere Menschen weiterzuentwickeln – mit klarem Fokus auf Praxistauglichkeit und gesellschaftlichem Mehrwert.
Digitale Hilfe aus persönlichem Antrieb
Die Gründer Marlon Besuch und Michael Hummels entwickelten Gardia nach familiären Sturzunfällen, bei denen Hilfe zu spät kam. Ihre Idee: ein tragbares Notrufsystem, das im Fall eines Sturzes automatisch Hilfe organisiert – ohne dass die betroffene Person aktiv eingreifen muss. Seit 2019 treibt das Team mit rund 30 Mitarbeitenden diese Vision voran.
Das Armband ist mit einer intelligenten Sturzerkennung ausgestattet und kann zusätzlich manuell ausgelöst werden. Es verbindet sich direkt mit der 24/7-Notrufzentrale von Bosch. In Zusammenarbeit mit Beurer, einem Spezialisten für Gesundheitsprodukte, wird die technische Komponente durch medizinische Expertise ergänzt.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Design und Standards im Fokus
Anders als klassische Notrufsysteme setzt Gardia auf ein modernes Design, das sich dezent in den Alltag integrieren lässt und Vorbehalte abbaut. Auch die Wahl, wer im Notfall benachrichtigt wird – Angehörige, Freunde oder eine Notrufzentrale – liegt beim Nutzer.
Technologisch setzt Gardia auf GS1 Standards wie GTIN und EPCIS zur Produktkennzeichnung und Rückverfolgbarkeit. Mit dem Investment will das Unternehmen weitere Standards wie den GS1 Digital Link integrieren, um Prozesse effizienter und transparenter zu gestalten. „Die GS1 Standards helfen uns, unsere Produktion skalierbar und zukunftsfähig zu machen“, so Mitgründer Marlon Besuch.
Investition mit gesellschaftlicher Wirkung
Butterfly & elephant sieht in Gardia nicht nur eine vielversprechende Lösung, sondern ein Projekt mit Verantwortung. Benjamin Birker, Managing Director der Beteiligungsgesellschaft, sagt: „Gardia zeigt, wie Technologie sinnvoll eingesetzt werden kann – zum Schutz und zur Unterstützung von Menschen.“


