GUESS, das bekannte US-Modeunternehmen, zieht sich von der Börse zurück. Gründer Maurice und Paul Marciano sowie CEO Carlos Alberini haben gemeinsam mit Authentic Brands Group (ABG) einen Übernahme-Deal geschlossen, der das Unternehmen mit rund 1,4 Milliarden US-Dollar (ca. 1,3 Mrd. Euro) bewertet.
Details zur Transaktion
Aktionäre von GUESS erhalten laut Investorenmitteilung 16,75 US-Dollar je Aktie in bar. Das entspricht einer Prämie von 73 Prozent gegenüber dem Aktienkurs vom 14. März 2025, dem Tag vor Bekanntwerden eines unverbindlichen Übernahmeangebots. Die Marciano-Familie und Alberini werden nach Abschluss 49 Prozent der Markenrechte behalten, während ABG 51 Prozent übernimmt. Das operative Geschäft bleibt vollständig im Besitz des GUESS-Managements, das auch weiterhin die Geschäfte führt.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Strategische Partnerschaft mit Authentic
Mit ABG holt sich GUESS einen der größten Lizenzgeber weltweit an Bord. Das Unternehmen hatte zuletzt Dockers von Levi Strauss sowie Champion von Hanesbrands übernommen. „Die Partnerschaft mit Authentic eröffnet uns die Möglichkeit, unsere Reichweite als globale Lifestyle-Marke weiter auszubauen“, erklärte Mitgründer Paul Marciano. Auch CEO Alberini betonte, dass der Rückzug von der Börse GUESS mehr Flexibilität gebe, um langfristige Strategien umzusetzen und Kunden enger zu binden.
Zustimmung durch Aufsichtsgremien
Die Transaktion wurde einstimmig vom GUESS-Aufsichtsrat genehmigt, nachdem ein unabhängiger Ausschuss die Optionen geprüft hatte. Für die Finanzierung werden Eigenkapital der beteiligten Aktionäre und Bargeld von ABG genutzt. Eine externe Kreditfinanzierung ist nicht erforderlich. Mit dem Vollzug im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 rechnet das Unternehmen. Danach wird die GUESS-Aktie nicht länger börsennotiert sein.
Bedeutung für die Marke
GUESS, gegründet 1981, zählt zu den ikonischen Modemarken weltweit. Mit ABG will das Unternehmen seine Markenlizenzierung ausbauen und gleichzeitig als privat geführte Gesellschaft schneller und flexibler agieren. ABG-Chef Jamie Salter bezeichnete GUESS als „kraftvolle Marke mit globaler Strahlkraft“, die in das bestehende Portfolio seines Unternehmens ideal passe.


