Die HassiaGruppe hat im Geschäftsjahr 2025 ihre Marktposition weiter ausgebaut und sowohl Absatz als auch Umsatz gesteigert. Trotz anhaltend schwacher Konsumstimmung erreichte das Unternehmen einen Gesamtabsatz von 950 Millionen Litern sowie einen Umsatz von 363 Millionen Euro. Belastend wirkten weiterhin hohe Energie- und Personalkosten, denen das Unternehmen mit gezielten Maßnahmen begegnete.
Premium-Mineralwasser als Wachstumstreiber
Insbesondere im Segment Mineralwasser erwiesen sich Premium-Marken als zentrale Wachstumssäule. Diese entwickelten sich deutlich dynamischer als der Gesamtmarkt. Die Marke Lichtenauer erzielte ein Rekordergebnis. Vor allem Glas-Mehrweggebinde sowie stilles Mineralwasser gewannen weiter an Bedeutung. Auch aromatisierte Mineralwässer – insbesondere zuckerfreie Varianten – sorgten für zusätzliche Impulse.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Erfrischungsgetränke profitieren von Innovation und Distribution
Im Bereich alkoholfreier Erfrischungsgetränke setzte sich der positive Trend fort. Die Marken Bionade und Vita Cola trugen maßgeblich zur Entwicklung bei. Bei Bionade überzeugten insbesondere naturtrübe Sorten sowie die ausgebaute Eistee-Range mit überdurchschnittlichem Wachstum. Vita Cola profitierte vor allem von einer erweiterten Distribution, erschloss neue Zielgruppen und rückte zur drittstärksten Cola-Marke in Deutschland auf.
Fruchtsäfte unter Druck durch hohe Rohstoffpreise
Der Fruchtsaftmarkt blieb auch 2025 angespannt. Anhaltend hohe Rohwarenpreise führten zu erhöhten Verkaufspreisen und dämpften die Nachfrage spürbar. Diese Entwicklung spiegelte sich auch bei den Marken Rapp’s und Kumpf wider. Dennoch konnten durch Produktinnovationen, modernisierte Markenauftritte und gezielte Kommunikationsmaßnahmen erste positive Effekte erzielt werden. Für 2026 wird insbesondere bei Orangensaft mit einer Entspannung gerechnet.
Rekordinvestitionen in Infrastruktur und Effizienz
Die HassiaGruppe investierte im Berichtsjahr auf Rekordniveau in ihre Standorte. Schwerpunkte waren eine neue Glasabfüllanlage sowie ein erweitertes Tanklager in Bad Vilbel. Im Zuge dessen wurden Produktions- und Logistikprozesse gebündelt und die Aktivitäten der Rapp’s Kelterei enger mit den Mineralwasseraktivitäten verzahnt. Ziel ist eine höhere Effizienz und stärkere Nutzung von Synergien.
Nachhaltigkeit und Innovation im Fokus
Auch künftig setzt das Unternehmen auf Investitionen in Innovationen, Verpackungslösungen und Markenkommunikation. Parallel wurde mit dem ZNU-Standard „Nachhaltiger Wirtschaften“ ein strukturierter Rahmen für nachhaltiges Handeln etabliert. Die erfolgreiche Zertifizierung im Jahr 2025 unterstreicht den Anspruch, ökologische, soziale und ökonomische Ziele systematisch zu verbinden und transparent umzusetzen.


