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HDE begrüßt Temu-Bußgeld – und fordert konsequenteres Vorgehen der EU

Temu App auf einem iPhone
Foto: Primakov / depositphotos.com

Key takeaways

Der Handelsverband Deutschland sieht im EU-Bußgeld gegen Temu ein wichtiges Signal, fordert jedoch weitere Maßnahmen. Ohne konsequente Durchsetzung drohen weiterhin Wettbewerbsnachteile für heimische Händler und Risiken für Verbraucher.

Lesezeit ca. 1 Minute

Der Handelsverband Deutschland (HDE) bewertet das von der EU verhängte Bußgeld gegen den Online-Marktplatz Temu als wichtigen Schritt im Kampf gegen Wettbewerbsverzerrungen. Die Strafe in Höhe von 200 Millionen Euro sende ein deutliches Signal, dass Verstöße gegen europäische Regeln nicht länger folgenlos bleiben dürfen.

Branche fordert konsequente Durchsetzung

Aus Sicht des HDE reicht die Sanktion jedoch nicht aus. Entscheidend sei nun, dass Regelverstöße künftig systematisch und spürbar geahndet werden. Andernfalls drohe weiterhin ein struktureller Wettbewerbsnachteil für europäische Händler, die sich an geltende Vorschriften halten. Insbesondere Anbieter aus Drittstaaten würden bislang von ungleichen Bedingungen profitieren.

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Druck durch Preisdumping und Regelverstöße

Der Verband sieht heimische Unternehmen zunehmend unter Druck. Ursachen seien neben regulatorischen Defiziten auch aggressive Preisstrategien internationaler Plattformen. Um faire Marktbedingungen zu gewährleisten, fordert der HDE zusätzliche Maßnahmen – darunter eine schnellere Einführung eines zentralen EU-Zoll-Datenhubs zur besseren Kontrolle von Importen.

Hintergrund: EU verhängt Millionenstrafe

Die Europäische Kommission hatte zuvor ein Bußgeld in Höhe von 200 Millionen Euro gegen Temu verhängt. Grund sind Verstöße gegen den Digital Services Act (DSA), insbesondere bei der Bewertung und Begrenzung von Risiken durch illegale Produkte auf der Plattform.

Sicherheitsmängel und Verbraucherrisiken

Untersuchungen der Kommission zeigen erhebliche Defizite beim Verbraucherschutz. So wurden Risiken unzureichend analysiert und teilweise unterschätzt. Tests belegen zudem, dass zahlreiche Produkte – darunter Ladegeräte und Spielwaren – nicht den europäischen Sicherheitsstandards entsprechen und potenziell gesundheitsgefährdend sind.

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