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Börse: Leerverkäufer zielt auf Hellofresh und CEO Dominik Richter

Kurier mit einem HelloFresh Paket
Foto: Daria Nipot / Shutterstock

Key takeaways

Nach einem kritischen Bericht des Leerverkäufers Grizzly Research gegen Hellofresh und CEO Dominik Richter bricht die Aktie zeitweise ein. Hellofresh weist die Vorwürfe als unbelegt und verzerrt zurück. Eine ausführliche Stellungnahme soll in der kommenden Woche folgen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Nach der Veröffentlichung eines kritischen Reports durch den Short-Seller Grizzly Research ist der Aktienkurs von Hellofresh Ende der Woche zeitweise eingebrochen. Hintergrund ist ein Bericht, der dem Kochboxen-Anbieter sowie dessen CEO Dominik Richter gravierende Vorwürfe macht.

Grizzly Research wirft Richter unter anderem vor, über seine private Firma DSR Ventures Hellofresh-Aktien als Sicherheit für Bankkredite verpfändet und auf diese Weise persönliche Liquidität gewonnen zu haben. Die Anschuldigungen seien jedoch bislang weder unabhängig überprüft noch mit Belegen unterlegt.

Hellofresh wehrt sich entschieden

Das Unternehmen selbst hat die Vorwürfe in einer Stellungnahme scharf zurückgewiesen. Der Report basiere auf alten, aus dem Kontext gerissenen oder unbelegten Behauptungen. Eine ausführliche Antwort will das Unternehmen in der kommenden Woche vorlegen.

Besonders die Aussagen über CEO Dominik Richter seien nach Darstellung von Hellofresh irreführend. Zwar habe dieser kürzlich Aktien des Unternehmens verpfändet, allerdings sei die dabei gewonnene Liquidität vollständig für weitere Käufe von Hellofresh-Aktien verwendet worden. Laut Hellofresh habe Richter allein im Jahr 2025 mehrere Millionen Euro in zusätzliche Unternehmensanteile investiert – ein Zeichen seines langfristigen Vertrauens in das Unternehmen.

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Keine Verkäufe, kein Margin-Call

Hellofresh betont, dass Richter in den vergangenen fünf Jahren keine Aktien verkauft und aktuell mehr Anteile halte als jemals zuvor in den letzten zehn Jahren. Die von Grizzly Research kolportierten Risiken sogenannter Margin Calls seien nicht gegeben. Alle Transaktionen seien ordnungsgemäß über die verpflichtenden Directors’-Dealings-Meldungen dokumentiert.

Fokus auf Effizienz und Transparenz

In der Mitteilung betont Hellofresh zudem seine strategische Ausrichtung auf operative Effizienz, verbesserte Margen und eine disziplinierte Kapitalverwendung. Das Unternehmen wolle weiterhin nachhaltig wirtschaften und offen mit Investoren und anderen Stakeholdern kommunizieren. Der Vorstand sowie der Aufsichtsrat stünden laut Hellofresh geschlossen hinter dieser Linie und handelten im Sinne der Aktionäre.

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