Nach der Veröffentlichung eines kritischen Reports durch den Short-Seller Grizzly Research ist der Aktienkurs von Hellofresh Ende der Woche zeitweise eingebrochen. Hintergrund ist ein Bericht, der dem Kochboxen-Anbieter sowie dessen CEO Dominik Richter gravierende Vorwürfe macht.
Grizzly Research wirft Richter unter anderem vor, über seine private Firma DSR Ventures Hellofresh-Aktien als Sicherheit für Bankkredite verpfändet und auf diese Weise persönliche Liquidität gewonnen zu haben. Die Anschuldigungen seien jedoch bislang weder unabhängig überprüft noch mit Belegen unterlegt.
Hellofresh wehrt sich entschieden
Das Unternehmen selbst hat die Vorwürfe in einer Stellungnahme scharf zurückgewiesen. Der Report basiere auf alten, aus dem Kontext gerissenen oder unbelegten Behauptungen. Eine ausführliche Antwort will das Unternehmen in der kommenden Woche vorlegen.
Besonders die Aussagen über CEO Dominik Richter seien nach Darstellung von Hellofresh irreführend. Zwar habe dieser kürzlich Aktien des Unternehmens verpfändet, allerdings sei die dabei gewonnene Liquidität vollständig für weitere Käufe von Hellofresh-Aktien verwendet worden. Laut Hellofresh habe Richter allein im Jahr 2025 mehrere Millionen Euro in zusätzliche Unternehmensanteile investiert – ein Zeichen seines langfristigen Vertrauens in das Unternehmen.
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Keine Verkäufe, kein Margin-Call
Hellofresh betont, dass Richter in den vergangenen fünf Jahren keine Aktien verkauft und aktuell mehr Anteile halte als jemals zuvor in den letzten zehn Jahren. Die von Grizzly Research kolportierten Risiken sogenannter Margin Calls seien nicht gegeben. Alle Transaktionen seien ordnungsgemäß über die verpflichtenden Directors’-Dealings-Meldungen dokumentiert.
Fokus auf Effizienz und Transparenz
In der Mitteilung betont Hellofresh zudem seine strategische Ausrichtung auf operative Effizienz, verbesserte Margen und eine disziplinierte Kapitalverwendung. Das Unternehmen wolle weiterhin nachhaltig wirtschaften und offen mit Investoren und anderen Stakeholdern kommunizieren. Der Vorstand sowie der Aufsichtsrat stünden laut Hellofresh geschlossen hinter dieser Linie und handelten im Sinne der Aktionäre.


