Die französische Luxus-Lederwarenmarke Hermès hat 2024 ein starkes Wachstum verzeichnet und übertrumpft erneut nahezu alle Wettbewerber im Luxussegment. Der Umsatz stieg um 15 % auf 15,2 Milliarden Euro, der Nettogewinn erreichte 4,6 Milliarden Euro. Besonders stark war das Wachstum in Amerika und Europa.
Solide Geschäftszahlen trotz globaler Unsicherheiten
Das französische Luxusunternehmen Hermès hat seine Umsätze und Gewinne im Geschäftsjahr 2024 deutlich gesteigert. Der Konzernumsatz kletterte auf 15,2 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 15 % bei konstanten Wechselkursen. Das operative Ergebnis betrug 6,2 Milliarden Euro, was einer Marge von 40,5 % entspricht. Der Nettogewinn stieg auf 4,6 Milliarden Euro.
Axel Dumas, Vorstandschef von Hermès, erklärte: „In einem unsicheren wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld zeigt unser Erfolg die Stärke unseres Geschäftsmodells und die Flexibilität unserer Teams.“
Umsatzsteigerungen in allen Regionen
Alle geografischen Märkte verzeichneten ein Umsatzplus:
- Asien (ohne Japan) wuchs um 7 %, obwohl sich der Besucherstrom in China seit Ende des ersten Quartals abschwächte.
- Japan legte mit +23 % am stärksten zu, gestützt durch eine hohe Kundenloyalität.
- Amerika verzeichnete ein Wachstum von 15 %, getrieben durch Neueröffnungen und eine starke Nachfrage.
- Europa (ohne Frankreich) und Frankreich profitierten von einer robusten lokalen Nachfrage sowie steigenden Touristenzahlen (+19 % bzw. +13 %).
Lederwaren bleiben Wachstumstreiber
Fast alle Produktkategorien wuchsen 2024 zweistellig:
- Lederwaren und Sättel legten um 18 % zu, dank erhöhter Produktionskapazitäten und hoher Nachfrage.
- Bekleidung und Accessoires verzeichneten ein Plus von 15 %.
- Parfum und Beauty wuchsen um 9 %, angetrieben durch neue Produkte wie den Damenduft Barénia.
- Schmuck und Wohnaccessoires erzielten ein starkes Plus von 17 %.
- Einziger Bereich mit Rückgang: Uhren, die um 4 % nachgaben.
Investitionen und Nachhaltigkeit
Hermès investierte 2024 weiter in seine Produktionsstandorte: Drei neue Lederwerkstätten sind für 2025 bis 2027 geplant. Zudem wuchs die Belegschaft um 2.300 neue Mitarbeiter, darunter 1.300 in Frankreich.
Auch im Bereich Nachhaltigkeit macht Hermès Fortschritte: Seit 2018 konnte das Unternehmen seine Emissionen (Scopes 1 & 2) um 63,7 % senken.
Dividendenerhöhung und Ausblick
Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds bleibt Hermès für die kommenden Jahre optimistisch. Das Unternehmen verfolgt weiterhin eine ambitionierte Wachstumsstrategie, die auf mehreren Säulen ruht: der exklusiven Positionierung im Luxussegment, der kontinuierlichen Weiterentwicklung seiner Handwerkskunst und der Stärkung des eigenen Vertriebsnetzes.
„Unser integriertes Geschäftsmodell, die Kreativität unserer Kollektionen und die Loyalität unserer Kunden geben uns Zuversicht für die Zukunft“, so Axel Dumas.
Für das Jahr 2025 plant Hermès gezielte Investitionen in seine Produktionsstätten und sein Vertriebsnetz:
- Drei neue Lederwerkstätten werden in Frankreich eröffnet – in L’Isle-d’Espagnac (2025), Loupes (2026) und Charleville-Mézières (2027).
- Der internationale Einzelhandelsausbau wird fortgesetzt, mit Renovierungen und Neueröffnungen in strategischen Märkten.
- Die Produktinnovation bleibt ein zentrales Element der Markenstrategie, mit neuen Designs in Lederwaren, Schmuck und Parfüm.
Nachhaltigkeit bleibt ein weiteres Kernthema: Bis 2030 will Hermès seine CO₂-Emissionen weiter senken, insbesondere durch energieeffizientere Produktionsprozesse und eine umweltfreundlichere Lieferkette.
Auch für die finanzielle Entwicklung bleibt Hermès zuversichtlich und strebt weiteres organisches Wachstum an. Trotz globaler Unsicherheiten hält das Unternehmen an seiner langfristigen Strategie fest und setzt auf die bewährte Kombination aus Exklusivität, Qualität und nachhaltiger Expansion.