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Hermès wächst weiter und hält Profitabilität auf Spitzenniveau

Fenster eines Hermes Stores in London
Foto: Pexels

Key takeaways

Hermès steigert im ersten Halbjahr 2026 Umsatz und Cashflow und hält eine operative Marge von 41 Prozent. Besonders Lederwaren treiben das Wachstum, während alle Regionen außer dem Nahen Osten zulegen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Das französische Luxushaus Hermès hat im ersten Halbjahr 2026 eine robuste Geschäftsentwicklung erzielt und seine außergewöhnlich hohe Profitabilität bestätigt. Der französische Luxuskonzern profitierte von einer anhaltend starken Nachfrage nach seinen Produkten sowie einer breiten regionalen Dynamik. Trotz negativer Währungseffekte konnte das Unternehmen Umsatz und Ergebnis weiter steigern.

Umsatzwachstum mit zunehmender Dynamik im zweiten Quartal

Der Umsatz erreichte im ersten Halbjahr 8,2 Milliarden Euro und lag währungsbereinigt um 6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im zweiten Quartal beschleunigte sich das Wachstum auf 7 Prozent, nachdem bereits im ersten Quartal ein Plus von 6 Prozent erzielt worden war.

Alle Regionen verzeichneten Zuwächse, mit Ausnahme des Nahen Ostens, der sich jedoch in einem schwierigen Umfeld stabil zeigte. Besonders stark entwickelten sich die Märkte in Amerika, Japan und Europa außerhalb Frankreichs.

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Regionale Entwicklung breit abgestützt

In Japan legte Hermès zweistellig zu und profitierte von hoher Kundenloyalität und steigender Nachfrage. Auch die Americas überzeugten mit einem Wachstum von 15 Prozent und einer ausgewogenen Entwicklung über verschiedene Länder hinweg.

Europa blieb ebenfalls auf Wachstumskurs, unterstützt durch stabile Nachfrage und touristische Impulse. In Asien zeigte sich eine differenzierte Entwicklung, wobei insbesondere China und Korea positive Beiträge leisteten.

Lederwaren und Textilien treiben Geschäft

Auf Segmentebene erwiesen sich vor allem Lederwaren und Sattlerei als Wachstumstreiber mit einem Plus von rund 10 Prozent. Die hohe Nachfrage nach ikonischen Produkten sowie neue Modelle sorgten für zusätzliche Impulse.

Auch die Bereiche Seide und Textilien sowie Ready-to-wear entwickelten sich positiv, insbesondere im zweiten Quartal. Dagegen verzeichnete das Segment Parfum und Beauty einen leichten Rückgang, während das Uhrengeschäft insgesamt stabil blieb.

Profitabilität bleibt auf außergewöhnlichem Niveau

Hermès hielt seine operative Marge auf einem außergewöhnlich hohen Niveau. Das wiederkehrende operative Ergebnis lag bei 3,4 Milliarden Euro, was einer Marge von 41,0 Prozent entspricht.

Der Nettogewinn blieb mit 2,2 Milliarden Euro stabil. Ohne Sondereffekte hätte er rund 2,5 Milliarden Euro betragen und damit über 30 Prozent des Umsatzes ausgemacht.

Auch die Cashflow-Entwicklung fiel stark aus: Der operative Cashflow stieg deutlich, während der freie Cashflow um 18 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zulegte. Die Nettoliquidität blieb mit knapp 13 Milliarden Euro auf sehr hohem Niveau.

Ausbau der Produktion und langfristiger Ausblick

Hermès investiert weiter in seine Produktionskapazitäten, insbesondere im Bereich Lederwaren. Neue Werkstätten in Frankreich sowie geplante Erweiterungen bis 2030 sollen die steigende Nachfrage langfristig bedienen. Gleichzeitig baut das Unternehmen seine handwerklich geprägte Produktionsstruktur weiter aus.

Für die kommenden Jahre bestätigt Hermès seinen ambitionierten Wachstumskurs. Trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten sieht sich der Konzern dank seines integrierten Geschäftsmodells, seiner starken Markenposition und der hohen Kundenloyalität gut aufgestellt.

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