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Hermès wächst unaufhörlich: Erneutes Umsatzplus im dritten Quartal

Weibliches Model in einer Kampagne von Hermès
Foto: Hermès

Key takeaways

Hermès hat im dritten Quartal 2025 erneut stark zugelegt: Der Umsatz stieg auf 3,9 Milliarden Euro, getragen von Lederwaren und stabiler Nachfrage in Asien, Europa und den USA. Auch neue Werkstätten und Stores belegen den Expansionskurs.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Hermès International hat im dritten Quartal 2025 ein deutliches Umsatzwachstum erzielt. Die Erlöse stiegen auf 3,9 Milliarden Euro, was einem Plus von 10 Prozent bei konstanten Wechselkursen und 5 Prozent bei aktuellen Kursen entspricht. Damit setzte das französische Luxusunternehmen seinen Wachstumskurs trotz eines herausfordernden globalen Umfelds fort.

Für die ersten neun Monate des Jahres belief sich der Konzernumsatz auf 11,9 Milliarden Euro – ein Anstieg von 9 Prozent bei konstanten und 6 Prozent bei aktuellen Wechselkursen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders positiv entwickelten sich die Märkte in Europa, Amerika und Japan.

Starke Entwicklung in fast allen Regionen

Die Region Asien ohne Japan wuchs um 4 Prozent und profitierte von einer verbesserten Marktdurchdringung in China, Thailand, Taiwan, Macao und Südkorea. In Japan legte der Umsatz um 15 Prozent zu, getragen durch eine stabile Nachfrage lokaler Kunden.

Auch in Amerika stiegen die Erlöse um 13 Prozent. Neue Geschäfte in Scottsdale (Arizona) und Nashville (Tennessee) sowie die Wiedereröffnung eines renovierten Stores in Mexiko-Stadt stärkten die Präsenz der Marke. Europa ohne Frankreich erzielte ein Plus von 12 Prozent, während Frankreich selbst um 9 Prozent zulegte. Die Region Mittlerer Osten und weitere Märkte verbuchten ein Wachstum von 15 Prozent.

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Lederwaren bleiben Wachstumstreiber

Die Produktkategorie Lederwaren und Sättel verzeichnete einen Umsatzanstieg von 13 Prozent, getragen von ikonischen Modellen wie dem Plume sowie neuen Designs wie Tablier Sellier und Besace Trotting. Auch die Erweiterung der Produktionskapazitäten durch neue Werkstätten – zuletzt in L’Isle-d’Espagnac – trug zum Erfolg bei.

Ready-to-wear und Accessoires legten um 6 Prozent zu, insbesondere nach starken Modenschauen in Paris und Hongkong. Die Bereiche Seide und Textilien wuchsen um 4 Prozent, während das Parfum- und Beauty-Segment einen Rückgang von 5 Prozent hinnehmen musste. Die Uhrensparte lag leicht unter Vorjahr (-3 Prozent), zeigte aber Potenzial durch neue Produktlinien. Das Segment „Weitere Hermès-Bereiche“, zu dem Schmuck und Wohnaccessoires zählen, wuchs um 11 Prozent.

Fokus auf lokale Produktion und Nachhaltigkeit

Im September wurde eine neue Lederwerkstatt in der Charente-Region eröffnet, in der 260 lokal ausgebildete Handwerker beschäftigt werden sollen. Diese Maßnahme unterstreicht Hermès’ Strategie, auf regionale Wertschöpfung und hohe Umweltstandards zu setzen.

Blick nach vorn

Trotz weltweiter wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten bestätigt Hermès seine mittelfristigen Wachstumsziele. Grundlage dafür ist das handwerklich geprägte Geschäftsmodell, eine ausgewogene Vertriebsstruktur sowie die Innovationskraft der Kollektionen. Währungsbedingte Verluste in Höhe von 254 Millionen Euro konnten das insgesamt starke Quartal nicht bremsen.

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