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Solides Weihnachtsquartal: H&M steigert Gewinn trotz Store-Schließungen

H&M Concept Store in Seoul, Korea
Foto: H&M

Key takeaways

H&M erzielte 2025 trotz Filialrückgang ein Umsatzplus in Lokalwährungen. Der operative Gewinn stieg im Schlussquartal um 38 Prozent. Auch die Nachhaltigkeitsziele wurden vorangetrieben. Für 2026 plant das Unternehmen Investitionen in Technologie und Logistik – der Jahresstart ist jedoch durch schwächere Nachfrage gebremst.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Im vierten Quartal 2025 erzielte die H&M-Gruppe ein Umsatzwachstum von 2 Prozent in lokalen Währungen – obwohl die Zahl der Filialen um 4 Prozent gesunken war. In schwedischen Kronen beliefen sich die Umsätze auf 59,2 Mrd. SEK (rund 5,3 Mrd. €), was durch Währungseffekte negativ beeinflusst wurde. Die Bruttomarge verbesserte sich auf 55,9 Prozent, getragen von effizienteren Einkaufsprozessen und einem optimierten Warenbestand.

Deutlich besseres Quartalsergebnis

Die operativen Kosten gingen im Quartal um 9 Prozent auf 26,7 Mrd. SEK (ca. 2,4 Mrd. €) zurück. Das operative Ergebnis stieg auf 6,36 Mrd. SEK (ca. 567 Mio. €), was einem Plus von 38 Prozent entspricht. Die operative Marge erreichte 10,7 Prozent. Nach Steuern erzielte der Konzern einen Quartalsgewinn von 4,33 Mrd. SEK (etwa 385 Mio. €), was 2,72 SEK je Aktie entspricht.

Der Lagerbestand wurde auf 35,4 Mrd. SEK (rund 3,2 Mrd. €) reduziert, was einem Rückgang von 12 Prozent entspricht. Der Bestand macht nun nur noch 15,5 Prozent des Umsatzes der letzten zwölf Monate aus – ein Indikator für effizientere Warensteuerung.

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Jahresbilanz: Stabil trotz Wechselkurs

Auf Jahressicht verzeichnete H&M ein Umsatzplus von 2 Prozent in lokalen Währungen. Währungsbedingt sank der Umsatz in der Berichtswährung auf 228,3 Mrd. SEK (etwa 20,3 Mrd. €). Die Bruttomarge blieb mit 53,4 Prozent stabil. Die operativen Kosten sanken auf 103,3 Mrd. SEK (rund 9,2 Mrd. €), das operative Ergebnis stieg auf 18,4 Mrd. SEK (ca. 1,6 Mrd. €). Der Jahresüberschuss erhöhte sich auf 12,1 Mrd. SEK (etwa 1,1 Mrd. €), entsprechend 7,58 SEK je Aktie.

Nachhaltigkeit, Investitionen und Ausblick

H&M meldet Fortschritte beim Klimaziel: Die Scope-3-Emissionen wurden 2025 um rund 30 Prozent gegenüber 2019 gesenkt. Das Unternehmen strebt eine Reduktion um 56 Prozent bis 2030 an. Die Umweltplattform CDP nahm H&M in ihre A-Listen für Klima und Wasser auf.

Der Start ins neue Geschäftsjahr fällt verhalten aus: Für Dezember 2025 bis Januar 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 2 Prozent. Gründe sind eine starke Black-Friday-Phase im November und ein ungünstiger Kalendereffekt durch das späte chinesische Neujahrsfest.

Die geplanten Investitionen für 2026 betragen 9–10 Mrd. SEK (ca. 800–890 Mio. €), vor allem für Filialnetz, Technologie und neue Logistiklösungen in Europa. Die Store-Optimierung soll 2026 erstmals positiv zum Umsatz beitragen. Zudem setzt H&M verstärkt auf datenbasierte Entscheidungen und KI zur Sortimentssteuerung.

Markenarbeit und kreative Kooperationen – etwa mit Glenn Martens und angekündigt mit Stella McCartney – sowie Auftritte bei Modewochen in London und New York trugen zur positiven Markenwahrnehmung bei. CEO Daniel Ervér hebt die Bedeutung von Flexibilität, Effizienz und Nähe zum Kunden in einem herausfordernden Marktumfeld hervor.

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