Trotz eines Rückgangs der Filialanzahl um vier Prozent hat H&M im dritten Quartal 2025 ein Umsatzplus von zwei Prozent in lokalen Währungen erzielt. Der in schwedischen Kronen umgerechnete Umsatz ging jedoch auf 57 Mrd. SEK (ca. 4,9 Mrd. Euro) zurück – rund 3,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Grund dafür war ein negativer Währungseffekt in Höhe von etwa fünf Prozentpunkten.
Starke operative Entwicklung
Der operative Gewinn legte um satte 40 Prozent auf 4,9 Mrd. SEK (ca. 426 Mio. Euro) zu, was einer Marge von 8,6 Prozent entspricht. Besonders hervorzuheben ist der verbesserte Rohertrag von 30,1 Mrd. SEK bei einer gestiegenen Bruttomarge von 52,9 Prozent. Die Verwaltungskosten sanken um fünf Prozent, was zusammen mit der gestiegenen Profitabilität auf ein verbessertes Kostenmanagement und ein attraktiveres Angebot zurückzuführen ist.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Effizientere Lager und starker Cashflow
Auch der Warenbestand wurde reduziert: Das Lager schrumpfte um neun Prozent auf rund 37,9 Mrd. SEK (ca. 3,3 Mrd. Euro). In Relation zu den Umsätzen der letzten zwölf Monate entspricht das 16,4 Prozent. Positiv wirkt sich auch der operative Cashflow aus, der auf knapp 10 Mrd. SEK anstieg.
Wachstumsmärkte im Fokus
Einen wichtigen Schritt in neue Märkte unternahm H&M mit dem Markteintritt in Brasilien Ende August – sowohl stationär als auch online. Die Resonanz sei laut CEO Daniel Ervér ausgesprochen positiv. Auch in Lateinamerika sieht das Unternehmen weiteres Wachstumspotenzial.
Flagship-Store in Paris und digitale Aufwertung
Im September eröffnete H&M einen neuen Flagship-Store im Pariser Stadtteil Le Marais. Neben einem kuratierten Sortiment setzt der Store auf ein neues Präsentations- und Designkonzept. Zudem wurde die digitale Plattform weiterentwickelt, was laut Unternehmen ebenfalls zur Ergebnisverbesserung beitrug.
Ausblick bleibt vorsichtig optimistisch
Für September erwartet der Konzern in lokalen Währungen stabile Umsätze im Vergleich zum Vorjahr – trotz hoher Vergleichswerte. Die Herbstkollektion kommt gut an, und mit einem weiterhin disziplinierten Kostenansatz sieht sich H&M gut aufgestellt für nachhaltiges, profitables Wachstum.


