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H&M steigert Gewinn trotz Umsatzrückgang im ersten Quartal 2026

H&M Concept Store in Seoul, Korea
Foto: H&M

Key takeaways

H&M steigert Gewinn deutlich trotz schwächerem Umsatz im ersten Quartal 2026. Das schwedische Unternehmen setzt weiter auf Effizienz, Margenverbesserung und optimierte Warensteuerung - doch der Ausblick bleibt aufgrund makroökonomischer Spannungen verhalten.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Modekonzern H&M ist mit gemischten Ergebnissen in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Während der Umsatz im ersten Quartal leicht rückläufig war, konnte das Unternehmen seine Profitabilität deutlich steigern. Hintergrund sind vor allem strikte Kostendisziplin, verbesserte Margen und effizientere Warensteuerung.

Der Nettoumsatz belief sich laut Quartalsbericht im Zeitraum von Dezember 2025 bis Februar 2026 auf 49,6 Milliarden schwedische Kronen und lag damit unter dem Vorjahreswert. Währungsbereinigt ergibt sich ein Minus von einem Prozent, zusätzlich belastete ein starker schwedischer Kronenkurs die berichteten Erlöse deutlich.

Margen und Ergebnis klar verbessert

Trotz rückläufiger Erlöse gelang es H&M, die Bruttomarge auf 50,7 Prozent zu steigern. Auch das operative Ergebnis legte kräftig zu und stieg um 26 Prozent auf 1,5 Milliarden Kronen. Die operative Marge verbesserte sich entsprechend auf 3,0 Prozent.

Unter dem Strich erhöhte sich der Gewinn nach Steuern auf 704 Millionen Kronen. Haupttreiber dieser Entwicklung waren geringere Kosten für Abschriften, effizientere Beschaffung sowie sinkende Verwaltungs- und Vertriebskosten.

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Effizienzprogramme zeigen Wirkung

Ein zentraler Hebel für die Ergebnisverbesserung war die optimierte Warensteuerung. Die Lagerbestände wurden deutlich reduziert und lagen rund 16 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig verbesserte sich die Lagerstruktur, was auf eine höhere Nachfragepassung und schnellere Umschlagshäufigkeit hindeutet.

Parallel setzte H&M seine Maßnahmen zur Kostensenkung fort. In lokaler Währung gingen die Vertriebs- und Verwaltungskosten leicht zurück, in schwedischen Kronen sogar deutlich.

Schwacher Start, bessere Dynamik zum Quartalsende

Das Quartal begann mit verhaltener Nachfrage, insbesondere nach einem starken Black-Friday-Geschäft im November. Erst gegen Ende des Zeitraums sorgten gut angenommene Frühjahrskollektionen für eine Belebung der Verkäufe. Dieser positive Trend setzte sich auch im März fort, für den H&M ein leichtes Umsatzwachstum erwartet.

Strategischer Fokus auf Angebot und Geschwindigkeit

CEO Daniel Ervér betont die Fortschritte bei Effizienz und Reaktionsgeschwindigkeit. Kürzere Entscheidungswege und engere Zusammenarbeit mit Lieferanten ermöglichen es dem Unternehmen, schneller auf Trends zu reagieren und größere Teile des Sortiments näher an der Saison zu beschaffen.

Gleichzeitig investiert H&M weiter in die Weiterentwicklung des Kundenerlebnisses – sowohl im stationären Handel als auch digital. Dazu zählen Anpassungen bei Store-Layout, Technologie und Warenpräsentation.

Nachhaltigkeit und Aktionärsrendite im Blick

Parallel veröffentlichte der Konzern seinen Nachhaltigkeitsbericht: 91 Prozent der eingesetzten Materialien stammen inzwischen aus recycelten oder nachhaltigeren Quellen, der Anteil recycelter Materialien liegt bei 32 Prozent.

Für das Gesamtjahr plant H&M zudem eine Dividende von 7,10 Kronen je Aktie. Darüber hinaus soll ein Aktienrückkaufprogramm bis 2027 umgesetzt werden.

Ausblick bleibt vorsichtig

Angesichts eines weiterhin angespannten makroökonomischen Umfelds mit geopolitischen Unsicherheiten bleibt der Ausblick verhalten. H&M setzt daher weiterhin auf Flexibilität, Kostenkontrolle und eine klare Kundenorientierung, um auch in einem schwierigen Marktumfeld profitabel zu wachsen.

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