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Kering plant neue Investment-Unit für Luxus-Nischenmarken

Kering Headquarter in Paris
Pariser Headquarter von Kering / Foto: Kering

Key takeaways

Kering plant unter CEO Luca De Meo die Gründung der Investment-Einheit „House of Dreams“, um gezielt in innovative Luxusmarken zu investieren. Ziel ist die Reduzierung der Abhängigkeit von Gucci. Erste Schwerpunkte liegen auf Tech, indischer Handwerkskunst und chinesischer Luxus-Kultur.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Kering plant laut Berichten von Reuters unter dem neuen CEO Luca De Meo die Gründung einer eigenständigen Investment-Einheit mit dem Namen „House of Dreams“. Ziel ist es, aufstrebende Luxusmarken zu identifizieren und in sie zu investieren – ein Schritt, der das Abhängigkeitsverhältnis zum schwächelnden Zugpferd Gucci reduzieren soll. Wie aus einem internen Memo hervorgeht, soll die neue Einheit mit langfristigem Kapital ausgestattet werden und Minderheits- oder Mehrheitsbeteiligungen an Marken eingehen, die durch Innovation, Regionalität oder neue Luxusverständnisse überzeugen.

Schwerpunkt auf Innovation und Regionalität

Im Oktober hat Kering den Namen „House of Dreams“ als Marke in Frankreich eintragen lassen. Im Memo nennt De Meo als potenzielle Investitionsfelder unter anderem indische Handwerkskunst, technologiegetriebenes Luxus-Erlebnis und kulturgetragene Marken aus China. Der Plan, der vor der offiziellen Strategiepräsentation im kommenden Frühjahr noch nicht finalisiert ist, sieht zunächst eine Pilotphase von 90 Tagen vor. Eine eigene Projektgruppe und ein Seed-Fund sollen die Basis bilden.

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Strategische Neuausrichtung und Vergleich zu Konkurrenten

Der Konzern betonte in einem Statement, dass das Wachstum der bestehenden Marken Priorität habe, zugleich aber auch neue Geschäftsmodelle, Services und geografische Märkte erkundet würden. Die „House of Dreams“-Einheit gilt in De Meos Strategie als zentrales Element für die langfristige Neuausrichtung des Konzerns. Der Italiener, der im September das Ruder bei Kering übernommen hat, sieht darin eine Möglichkeit, die Abhängigkeit von Gucci zu verringern und die Gewichtung innerhalb des Konzerns neu zu balancieren. 2022 trug Gucci noch zwei Drittel zum operativen Ergebnis bei, mittlerweile ist es knapp die Hälfte.

Die Initiative erinnert an De Meos Umbau bei Renault, wo er 2021 mit „Mobilize“ eine innovationsgetriebene Sparte ins Leben rief. Gleichzeitig ist der Vorstoß vergleichbar mit Investitionsansätzen der Konkurrenten LVMH und L’Oréal, die ebenfalls in kleinere, wachstumsstarke Marken investieren. Angesichts hoher Schuldenlast bleibt Kering laut Memo wenig Spielraum für größere Übernahmen. Stattdessen sollen vielversprechende Marken intern skaliert werden – mit direktem Zugang zu Kering-Kunden und operativer Unterstützung.

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