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IAB-Prognose: Kaum Wachstum, mehr Arbeitslose, weniger Vollzeitjobs

Arbeiter auf einer Baustelle
Foto: Yuri Kim / Pexels

Key takeaways

Laut IAB-Prognose verharrt die deutsche Wirtschaft 2025 in der Schwächephase. Die Zahl der Erwerbstätigen sinkt, die Arbeitslosigkeit steigt. Zwar erreicht die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung einen neuen Höchststand, doch nur dank Teilzeit. Besonders kleine Unternehmen und Branchen wie das Produzierende Gewerbe stehen unter Druck.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die deutsche Wirtschaft steckt weiter in einer Flaute. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) rechnet für 2025 lediglich mit einem BIP-Wachstum von 0,2 Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen wird laut der aktuellen Prognose im Jahresverlauf um 40.000 auf 46,04 Millionen sinken. Gleichzeitig steigt die Arbeitslosigkeit um 140.000 auf 2,92 Millionen Personen.

Wirtschaftskrise und Fachkräftemangel bremsen Erholung

Nach Einschätzung des IAB beeinträchtigen sowohl die schwache Konjunktur als auch strukturelle Herausforderungen wie der Fachkräftemangel den deutschen Arbeitsmarkt. Eine Erholung sei aus eigener Kraft derzeit nicht zu erwarten. Hoffnung setzt das IAB auf fiskalpolitische Impulse, die im Jahresverlauf für Belebung sorgen könnten.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wird 2025 zwar voraussichtlich leicht auf 34,99 Millionen Menschen zulegen und damit einen neuen Höchststand erreichen. Doch der Zuwachs ist ausschließlich auf Teilzeitstellen zurückzuführen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten geht ebenso zurück wie die der Selbstständigen, mithelfenden Familienangehörigen und geringfügig Beschäftigten.

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Kleine Betriebe besonders betroffen

Die strukturelle Schwäche zeigt sich besonders bei kleinen Unternehmen. Zwar wächst das Erwerbspersonenpotenzial noch leicht auf 48,71 Millionen, doch demografische Faktoren setzen dieser Entwicklung künftig Grenzen. Trotz sinkender Beschäftigung steigt das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen geringfügig um 0,2 Prozent auf 61,47 Milliarden Stunden.

IAB-Ökonom Enzo Weber warnt: „Der deutsche Arbeitsmarkt befindet sich im Zangengriff von Wirtschaftskrise und Fachkräftemangel.“ Ohne ausreichende Perspektiven könnten Unternehmen ihre Einstellungsbereitschaft zurückfahren und auf notwendige Neueinstellungen verzichten.

Öffentlicher Sektor mit Jobplus – Handel verliert

Unterschiedlich entwickeln sich die Beschäftigungsaussichten je nach Branche: Im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit entstehen voraussichtlich rund 180.000 neue Stellen. Rückgänge drohen dagegen im Produzierenden Gewerbe (minus 90.000), bei Unternehmensdienstleistern (minus 40.000) und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (minus 10.000).

Ein entscheidender Faktor für die künftige Stabilisierung des Arbeitsmarkts ist laut IAB die gezielte Qualifizierung der Arbeitskräfte – insbesondere im technischen Bereich. Nur so lasse sich die notwendige Transformation der Wirtschaft meistern.

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