ID Logistics hat seinen Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2026 fortgesetzt und Umsatz sowie operatives Ergebnis zweistellig gesteigert. Der französische Kontraktlogistik-Spezialist profitierte von einer breiten regionalen Entwicklung, einer hohen Nachfrage nach Logistikdienstleistungen und einer verbesserten operativen Effizienz. Gleichzeitig investierte das Unternehmen kräftig in neue Standorte und Projekte, ohne seine Finanzkraft zu schwächen. Besonders stark entwickelte sich das Geschäft in Nordamerika, während sich auch Europa und der französische Heimatmarkt positiv entwickelten.
Umsatz wächst in allen wichtigen Regionen
Der Konzernumsatz stieg in den ersten sechs Monaten um 18,3 Prozent auf 2,08 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungseffekte lag das organische Wachstum sogar bei 20 Prozent. Damit knüpfte ID Logistics an das bereits starke Wachstum des Vorjahres an.
Während der französische Heimatmarkt um 5,7 Prozent zulegte, entwickelten sich die internationalen Aktivitäten deutlich dynamischer. In Europa außerhalb Frankreichs wuchs der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 19,7 Prozent. Besonders stark entwickelte sich Nordamerika mit einem organischen Plus von 46,3 Prozent. In den übrigen Regionen erzielte der Konzern ein Wachstum von 13,8 Prozent. Zudem nahm ID Logistics mit Australien sein 20. Ländergeschäft auf und startete dort die ersten operativen Aktivitäten.
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Profitabilität verbessert sich trotz hoher Investitionen
Parallel zum Umsatzwachstum konnte ID Logistics seine Profitabilität weiter steigern. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 23,3 Prozent auf 81,1 Millionen Euro und entwickelte sich damit stärker als der Umsatz. Die operative Marge verbesserte sich von 3,7 auf 3,9 Prozent.
Auch das EBITDA legte um knapp 18 Prozent auf 314,8 Millionen Euro zu. Nach Unternehmensangaben trugen insbesondere Produktivitätssteigerungen in neuen Logistikprojekten sowie eine konsequente Kostenkontrolle zu dieser Entwicklung bei. Gleichzeitig wurden neue Projekte effizient in Betrieb genommen, wodurch sich deren Anlaufkosten begrenzen ließen. Unter dem Strich erzielte ID Logistics einen den Anteilseignern zurechenbaren Nettogewinn von 26,2 Millionen Euro und übertraf damit den Vorjahreswert um 17 Prozent.
Starker Cashflow schafft Spielraum für weiteres Wachstum
Besonders deutlich verbesserte sich die Entwicklung beim operativen Cashflow. Nach Investitionen erwirtschaftete der Konzern einen Cashflow von 264,8 Millionen Euro und damit fast 70 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Gleichzeitig investierte ID Logistics mehr als 104 Millionen Euro in den Ausbau seiner Kapazitäten. Mehr als drei Viertel dieser Summe flossen in neue Projekte, die 2026 und 2027 ihren Betrieb aufnehmen sollen. Trotz dieser Investitionen sank der Verschuldungsgrad weiter. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA reduzierte sich von 0,9 auf 0,6 und unterstreicht die weiterhin solide Finanzierungsstruktur des Unternehmens.
Neue Projekte und internationale Expansion treiben Entwicklung
Im ersten Halbjahr startete ID Logistics insgesamt 17 neue Kundenprojekte. Die breite regionale Aufstellung gilt dabei als wichtiger Stabilitätsfaktor. Das Unternehmen betreibt inzwischen nahezu 450 Logistikstandorte in 20 Ländern mit einer Lagerfläche von rund zehn Millionen Quadratmetern.
Zu den wichtigsten Kundengruppen zählen Handelsunternehmen, E-Commerce-Anbieter, Konsumgüterhersteller sowie Unternehmen aus den Bereichen Kosmetik und Mode. Gleichzeitig setzt ID Logistics verstärkt auf Automatisierung, Innovationen und den Einsatz künstlicher Intelligenz, um Prozesse effizienter zu gestalten und die Produktivität weiter zu erhöhen.
Zweites Halbjahr traditionell stärker erwartet
Für die kommenden Monate zeigt sich das Management zuversichtlich. Das Unternehmen will seine geografische Präsenz weiter ausbauen, zusätzliche Kunden gewinnen und sowohl organisch als auch durch Übernahmen wachsen. Gleichzeitig sollen Kostenkontrolle, effiziente Projektanläufe und Investitionen in Automatisierung die Profitabilität weiter verbessern.
Hinzu kommt ein saisonaler Vorteil: Nach Unternehmensangaben entwickelt sich das zweite Halbjahr traditionell stärker als die ersten sechs Monate – sowohl beim Ergebnis als auch beim Cashflow. Vor diesem Hintergrund sieht sich ID Logistics gut positioniert, den eingeschlagenen Wachstumskurs auch im weiteren Jahresverlauf fortzusetzen.






