Angesichts wachsender Spannungen im Nahen Osten fordert die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) einen koordinierten internationalen Schutzmechanismus für die zivile Schifffahrt in der Straße von Hormus. Hintergrund sind wiederholte Angriffe auf Handelsschiffe sowie Drohungen, die wichtige Handelsroute teilweise zu blockieren.
IMO verurteilt Angriffe auf Handelsschiffe
Der IMO-Rat hat die Übergriffe auf zivile Schiffe sowie Gefährdungen für Seeleute scharf verurteilt. Die Vorfälle beeinträchtigen nicht nur die Sicherheit der Besatzungen, sondern auch den globalen Warenverkehr. Gleichzeitig wurde betont, dass die Freiheit der Navigation im Einklang mit internationalem Recht gewahrt bleiben müsse.
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Internationale Koordination gefordert
Während die Bundesregierung die Angriffe zwar verurteilt, sich aber militärisch (noch) raushalten will, ruft die Organisation zu einem abgestimmten Vorgehen der Staaten auf, um die Sicherheit in der Region zu gewährleisten. Dabei soll insbesondere verhindert werden, dass die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Energie- und Handelsrouten der Welt – weiter destabilisiert wird.
Schutz und Versorgung der Seeleute im Fokus
Ein zentrales Anliegen ist die Lage der Seeleute, die sich weiterhin in der Region befinden. Die IMO fordert die sofortige Einstellung aller Angriffe und appelliert an Staaten, die Versorgung der Schiffe mit Wasser, Lebensmitteln und Treibstoff sicherzustellen.
Zudem sollen Crewwechsel erleichtert und Kommunikationsmöglichkeiten mit Angehörigen gewährleistet werden, um die Belastung für die Besatzungen zu reduzieren.
Probleme durch GPS-Störungen verschärfen Lage
Zusätzliche Risiken entstehen durch Störungen von Navigationssystemen wie GPS, die den sicheren Transit durch die Region erschweren. Die IMO weist darauf hin, dass dies die ohnehin angespannte Situation weiter verschärft und besondere Aufmerksamkeit bei der Routenplanung erfordert.
Geplanter Schutzkorridor für sichere Passage
Als kurzfristige Maßnahme schlägt die Organisation die Einrichtung eines sicheren maritimen Korridors vor. Dieser soll insbesondere dazu dienen, in der Region festsitzende Schiffe und Besatzungen gefahrlos aus dem Persischen Golf zu evakuieren.
IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez wurde beauftragt, umgehend Gespräche mit relevanten Staaten und Akteuren aufzunehmen, um ein solches Sicherheitskonzept zu entwickeln.
EU unterstützt Vorgehen der IMO
Auch die Europäische Union stellt sich hinter die Forderungen der IMO. Sie verurteilt die Angriffe auf zivile Schifffahrt und fordert die Einhaltung internationalen Rechts sowie die vollständige Umsetzung entsprechender Resolutionen des UN-Sicherheitsrates. Ähnlich wie bei der Bundesregierung zögert aber auch die EU, selbst einen Beitrag leisten zu wollen.


