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Zara-Mutter Inditex wächst weiter: Umsatz und Gewinn legen zum Halbjahr zu

Eingang eines Zara Stores
Foto: Pexels

Key takeaways

➟ Die Zara-Mutter steigert Umsatz, Ergebnis und Free Cashflow und startet zugleich mit kräftigem Wachstum in die zweite Jahreshälfte. Parallel investiert der Konzern weiter in Filialmodernisierung, Digitalisierung und internationale Expansion.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Inditex hat im ersten Halbjahr 2026 Umsatz und Gewinn weiter gesteigert. Der spanische Modekonzern erreichte Erlöse von 19,8 Milliarden Euro, 7,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Währungsbereinigt lag das Wachstum bei 9,2 Prozent. Sowohl die stationären Geschäfte als auch der Onlinehandel entwickelten sich nach Unternehmensangaben zufriedenstellend.

Auch die Profitabilität verbesserte sich. Der Bruttogewinn stieg um 8,3 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro, während die Bruttomarge um 40 Basispunkte auf 58,7 Prozent zulegte. Unter dem Strich erhöhte sich der Nettogewinn um 6,8 Prozent auf rund drei Milliarden Euro.

Zara bleibt mit Abstand wichtigster Umsatzträger

Den größten Teil des Geschäfts erwirtschaftete weiterhin Zara einschließlich Zara Home und Lefties. Der Umsatz dieser Konzepte stieg im ersten Halbjahr von 13,15 auf 13,78 Milliarden Euro. Damit entfielen knapp 70 Prozent der gesamten Konzernerlöse auf die wichtigste Marke.

Besonders dynamisch entwickelten sich mehrere kleinere Konzepte. Bershka steigerte den Umsatz von 1,44 auf 1,68 Milliarden Euro, Stradivarius von 1,33 auf 1,57 Milliarden Euro. Oysho legte von 389 auf 472 Millionen Euro zu, während Pull&Bear 1,26 Milliarden Euro und Massimo Dutti 988 Millionen Euro erzielten.

Regional blieb Europa außerhalb Spaniens mit einem Umsatzanteil von 51,5 Prozent der wichtigste Markt. Auf Amerika entfielen 17,9 Prozent, Spanien erreichte 15,6 Prozent und Asien sowie die übrigen Märkte kamen zusammen auf 15 Prozent.

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Ergebnis wächst trotz höherer Kosten weiter

Das operative Ergebnis entwickelte sich weitgehend im Gleichschritt mit dem Umsatz. Das EBITDA stieg um 7,8 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro, während das EBIT um 7,6 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro zulegte. Der Vorsteuergewinn erreichte ebenfalls rund 3,8 Milliarden Euro und lag damit 6,8 Prozent über dem Vorjahreswert.

Die operativen Aufwendungen erhöhten sich um 8,3 Prozent. Einschließlich sämtlicher Leasingkosten lag das Kostenwachstum damit leicht über dem Umsatzwachstum. Dennoch konnte Inditex seine Marge auf Bruttogewinnebene ausbauen und die Profitabilität stabil halten.

Deutlich stärker verbesserte sich der Mittelzufluss. Die Funds from Operations stiegen um elf Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Der Free Cashflow erhöhte sich von 1,17 auf 2,30 Milliarden Euro, während die Nettoliquidität zum Halbjahresende um vier Prozent auf 10,4 Milliarden Euro anwuchs.

Lagerbestände steigen und Filialnetz wird weiter optimiert

Zum 31. Juli lagen die Warenbestände mit 3,79 Milliarden Euro 9,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Inditex bezeichnet den Bestand weiterhin als qualitativ hochwertig und verweist auf die robuste operative Entwicklung.

Parallel setzte der Konzern seine sogenannte Retail Optimisation fort. Im ersten Halbjahr wurden in 51 Märkten Filialen renoviert, verlagert, neu eröffnet oder zusammengelegt. Ende Juli betrieb Inditex weltweit 5.444 Geschäfte.

Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern ein Wachstum der jährlichen Bruttoverkaufsfläche von rund fünf Prozent. Gleichzeitig soll die Produktivität des bestehenden Filialnetzes weiter steigen, während Onlinevertrieb und zentrale Logistikplattformen weiter ausgebaut werden.

Herbstgeschäft startet mit neun Prozent Wachstum

Auch der Start in die zweite Jahreshälfte verlief positiv. Zwischen dem 1. August und dem 7. September stiegen die stationären und digitalen Umsätze auf vergleichbarer Währungsbasis um neun Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Für 2026 rechnet Inditex beim aktuellen Wechselkursniveau mit einem negativen Währungseffekt von rund einem Prozent auf den Umsatz. Die Bruttomarge soll gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabil bleiben, wobei das Unternehmen eine Schwankungsbreite von plus oder minus 50 Basispunkten vorsieht.

Die regulären Investitionen sollen sich im laufenden Jahr auf etwa 2,3 Milliarden Euro belaufen. Zusätzlich plant Inditex knapp 200 Millionen Euro für die Modernisierung und Aufwertung eigener Unternehmensstandorte.

Inditex investiert weiter in Stores und Digitalisierung

Der Konzern treibt zugleich den Ausbau und die Modernisierung seines internationalen Filialnetzes voran. Zara eröffnete unter anderem einen neuen Standort in Los Cabos in Mexiko und investierte in größere beziehungsweise modernisierte Geschäfte an prominenten Standorten wie der Londoner Bond Street oder im Seouler Stadtteil Gangnam.

Bershka eröffnete im August seine erste Filiale in den USA im Aventura Mall bei Miami und plant dort einen weiteren Standort. In Brasilien kam nach São Paulo eine zweite Filiale in Rio de Janeiro hinzu.

Technologisch setzt Inditex stärker auf die Verzahnung von stationärem Handel und Onlineplattformen. Die neue Soft-Tag-Technologie ist inzwischen in allen Filialen implementiert und ergänzt bestehende Systeme wie Click-&-Collect-Lösungen, automatisierte Sortierung, unterstützte Kassen und Drop-off-Punkte.

Zum 2. November 2026 will Inditex außerdem die Schlussdividende für das Geschäftsjahr 2025 in Höhe von 0,875 Euro je Aktie ausschütten. Insgesamt bestätigt das erste Halbjahr damit den Wachstumskurs des Konzerns, während die starke Entwicklung zu Beginn der Herbst-/Wintersaison zusätzlichen Rückenwind für die zweite Jahreshälfte liefert.

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