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Inflation im Juli stabil bei 2,0 % – Energie bleibt Preisdämpfer

Geldbörse mit mehreren Euro-Scheinen und Münzen als Symbol für Inflation und weniger Geld
Foto: Frauke Riether / Pixabay

Key takeaways

Die Inflationsrate in Deutschland lag im Juli 2025 erneut bei 2,0 %. Während Energie günstiger wurde, trieben insbesondere Dienstleistungen die Teuerung. Auch Nahrungsmittel verteuerten sich leicht. Die Kerninflation liegt mit 2,7 % weiterhin über dem allgemeinen Preisniveau und zeigt anhaltenden Aufwärtsdruck bei wichtigen Konsumgütern.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Inflationsrate in Deutschland blieb laut Destatis im Juli 2025 mit +2,0 % gegenüber dem Vorjahresmonat stabil. Damit setzte sich der seit Jahresbeginn beobachtbare Trend einer gedämpften, aber stabilen Teuerung fort. Treiber der Inflation bleiben insbesondere Dienstleistungen, während sinkende Energiepreise weiterhin dämpfend wirken.

Energie weiter günstiger

Die Preise für Energie lagen im Juli 3,4 % unter dem Vorjahresniveau. Damit setzte sich der Preisrückgang den dritten Monat in Folge fort, wenn auch leicht abgeschwächt. Besonders stark verbilligten sich Brennholz und ähnliche feste Brennstoffe (-5,3 %) sowie Heizöl (-5,0 %). Auch Strom (-2,0 %) und Fernwärme (-1,8 %) wurden günstiger, während Erdgas leicht teurer wurde (+0,3 %).

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Nahrungsmittelpreise mit leichter Steigerung

Im Vergleich zum Vorjahr verteuerten sich Nahrungsmittel um 2,2 %. Auffällig waren die Preiszuwächse bei Obst (+7,6 %) sowie Süßwaren (+5,6 %). Molkereiprodukte und Eier wurden um 4,1 % teurer. Rückgänge gab es dagegen bei Gemüse (-3,2 %) und vereinzelt auch bei Zucker (-29,4 %) und Kartoffeln (-16,1 %).

Dienstleistungen treiben die Teuerung

Besonders stark zogen die Preise für Dienstleistungen an, die sich binnen Jahresfrist um 3,1 % verteuerten. Deutliche Anstiege verzeichneten unter anderem die kombinierte Personenbeförderung (+11,3 %), Paketdienste (+9,0 %) und soziale Einrichtungen (+8,2 %). Auch Versicherungen (+5,8 %) und Gastronomie (+4,1 %) wurden merklich teurer. Nur wenige Bereiche wie internationale Flüge (-6,8 %) oder Telekommunikation (-1,4 %) wurden günstiger.

Waren verteuern sich moderat

Die Preise für Waren stiegen im Jahresvergleich um 1,0 %. Neben Lebensmitteln verteuerten sich alkoholfreie Getränke (+7,5 %) und Tabakwaren (+6,0 %). Mobiltelefone (-5,1 %) und Haushaltsgeräte (-2,6 %) wurden hingegen günstiger.

Monatliche Entwicklung im Überblick

Gegenüber dem Vormonat stieg der Verbraucherpreisindex im Juli um 0,3 %. Teurer wurden vor allem Urlaubsreisen und internationale Flüge – typische Effekte der Sommerreisezeit. Auch Energiepreise stiegen leicht (+0,4 %), während Nahrungsmittelpreise stabil blieben und Bekleidung günstiger wurde (-3,5 %).

Kerninflation weiterhin über Gesamtteuerung

Die Kerninflation, also der Preisanstieg ohne Energie und Nahrungsmittel, lag im Juli bei +2,7 %. Damit liegt sie weiterhin deutlich über der Gesamtinflationsrate und spiegelt die anhaltenden Preisschübe in anderen Konsumbereichen wider.

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