Die Inflation in Deutschland hat sich laut Statistischem Bundesamt im Mai 2026 leicht abgeschwächt, bleibt jedoch von hohen Energiepreisen geprägt. Mit einer Jahresrate von 2,6 Prozent bestätigen sich die vorläufigen Berechnungen und es zeigt sich eine moderate Entspannung gegenüber den Vormonaten.
Inflation schwächt sich leicht ab
Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Verbraucherpreise um 2,6 Prozent und lagen damit unter den Werten von April und März. Auch im Monatsvergleich zeigt sich eine Entlastung: Die Preise sanken gegenüber April um 0,2 Prozent.
Diese Entwicklung deutet auf eine leichte Beruhigung der Preisdynamik hin, ohne dass von einer nachhaltigen Entspannung gesprochen werden kann.
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Energiepreise bleiben zentraler Preistreiber
Trotz des Rückgangs der Gesamtinflation wirken sich Energiepreise weiterhin stark auf das Preisniveau aus. Sie lagen deutlich über dem Vorjahreswert, auch wenn sich der Anstieg zuletzt etwas abgeschwächt hat.
Insbesondere geopolitische Spannungen und Entwicklungen auf den Rohölmärkten treiben die Kosten. Entlastend wirken staatliche Maßnahmen wie temporäre Steuersenkungen, die insbesondere bei Kraftstoffen spürbar sind.
Nahrungsmittelpreise entwickeln sich moderat
Die Preise für Lebensmittel stiegen nur leicht und lagen deutlich unter der allgemeinen Inflationsrate. Während einzelne Produktgruppen teurer wurden, kam es bei anderen zu spürbaren Preisrückgängen.
Diese gegenläufige Entwicklung sorgt insgesamt für eine vergleichsweise stabile Preisentwicklung im Bereich der Nahrungsmittel.
Dienstleistungen treiben Kerninflation
Ein wichtiger Faktor bleibt die Entwicklung der Dienstleistungen, deren Preise weiterhin überdurchschnittlich steigen. Damit liegt die sogenannte Kerninflation nur knapp unter der Gesamtinflation und signalisiert anhaltenden Preisdruck in vielen Bereichen des täglichen Lebens.
Vor allem wohnungsnahe Dienstleistungen und Mobilitätsangebote tragen zur Teuerung bei und beeinflussen die Preiswahrnehmung der Verbraucher maßgeblich.





