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Inflationsrate im November bei 2,3 % – Kerninflation bleibt hoch

Geldbörse mit mehreren Euro-Scheinen und Münzen als Symbol für Konsumklima
Foto: Frauke Riether / Pixabay

Key takeaways

Die Inflationsrate in Deutschland lag im November 2025 bei +2,3 % gegenüber dem Vorjahr. Während Energie und Nahrungsmittel teils preisdämpfend wirkten, sorgten Dienstleistungen weiterhin für Preisdruck. Besonders Fahrpreise und Gesundheitsdienste verteuerten sich stark. Die Kerninflation bleibt mit +2,7 % über dem Durchschnitt.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Inflationsrate in Deutschland betrug im November 2025 laut Destatis wie im Vormonat +2,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit setzt sich die Stabilisierung der Verbraucherpreise, die sich bereits im Oktober abzeichnete, fort. Maßgeblich für den anhaltenden Preisdruck sind weiterhin die Dienstleistungen, während sich Energie und Nahrungsmittel im Jahresvergleich nur geringfügig oder gar rückläufig entwickelten.

Dienstleistungen bleiben Preistreiber

Besonders deutlich fiel der Preisauftrieb bei den Dienstleistungen aus: Sie verteuerten sich binnen Jahresfrist um 3,5 %. Auffällig hohe Teuerungsraten wurden bei der Personenbeförderung im Schienenverkehr (+11,9 %), kombinierten Beförderungsangeboten (+11,4 %) und sozialen Dienstleistungen (+7,6 %) gemessen. Auch klassische Alltagsbereiche wie Pauschalreisen (+7,1 %), Versicherungsleistungen im Verkehrsbereich (+6,9 %) und stationäre Gesundheitsdienste (+6,5 %) zogen weiter an. Ein weiterer preistreibender Faktor waren die Nettokaltmieten mit einem Plus von 2,1 %.

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Energie und Lebensmittel dämpfen Gesamtinflation

Energieprodukte verbilligten sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,1 %, wobei insbesondere Haushaltsenergie (-1,2 %) einen dämpfenden Effekt hatte. Hier sanken die Preise unter anderem für Strom (-1,5 %) und Fernwärme (-0,7 %). Leichtes Heizöl (+2,4 %) und Erdgas (+0,5 %) verteuerten sich hingegen moderat. Auch bei Kraftstoffen wurde mit +1,6 % ein leichter Preisanstieg registriert.

Die Nahrungsmittelpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 1,2 %. Dabei gab es teils starke Unterschiede zwischen den Produktgruppen: Während Süßwaren (+9,0 %) und Fleischwaren (+4,2 %) deutlich teurer wurden, verbilligten sich Speisefette und -öle (-14,8 %) sowie frisches Gemüse (-4,2 %) teils erheblich. Besonders ausgeprägt war der Preisrückgang bei Butter (-22,0 %) und Kartoffeln (-13,3 %).

Kerninflation weiter über dem Durchschnitt

Die sogenannte Kerninflation, die Nahrungsmittel und Energie ausklammert, lag im November bei +2,7 %. Dies zeigt, dass der Preisdruck in anderen Gütergruppen bestehen bleibt. Waren insgesamt verteuerten sich lediglich um 1,1 %. Unter den Gebrauchsgütern fielen vor allem gebrauchte Pkws (+4,8 %) und Tabakwaren (+3,9 %) auf, während etwa Haushaltsgeräte und Kommunikationsgeräte deutlich günstiger wurden (-2,7 %).

Im Monatsvergleich sanken die Verbraucherpreise insgesamt um 0,2 %. Saisonbedingt gingen vor allem die Preise für Flugtickets (-14,2 %) und Pauschalreisen (-11,5 %) zurück. Zugleich stiegen die Energiepreise leicht an (+0,6 %) – insbesondere Heizöl verteuerte sich binnen Monatsfrist um 6,8 %.

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