INTERSPORT Deutschland testet gemeinsam mit dem niederländischen Recyclingunternehmen FastFeetGrinded eine neue Lösung für mehr Kreislaufwirtschaft im Sporthandel. In einem Pilotprojekt werden gebrauchte Schuhe an über 75 Standorten gesammelt und in ihre Einzelmaterialien zerlegt – ein Ansatz, der ökologische Mehrwerte mit Kundenkomfort verbindet.
Jährlich entstehen weltweit rund 24 Milliarden Paar Schuhe, von denen nur ein Bruchteil recycelt wird. INTERSPORT will das ändern und bietet Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, ausgediente Schuhe direkt im Laden abzugeben. Das neue Angebot steht laut Unternehmen bereits in der Pilotphase bei 17 INTERSPORT-Händlern zur Verfügung.
Recycling über Sammelboxen im Geschäft
Die Schuhe werden über eigens aufgestellte Sammelboxen entgegengenommen und anschließend vom Partnerunternehmen FastFeetGrinded in verschiedene Materialkomponenten wie Gummi, Schaumstoffe und Textilien aufgespalten. Diese Materialien fließen dann in neue Anwendungen ein – etwa als Dämmstoffe, Sportböden oder Ausstattungselemente für Geschäfte.
Die Aktion ist Teil eines umfassenderen Konzepts, mit dem INTERSPORT das eigene Handelsmodell nachhaltiger gestalten will. „Wir möchten praxistaugliche Lösungen bieten, die ökologisch wirksam und für unsere Kundinnen und Kunden einfach umsetzbar sind“, so Henriette Tesch, COO der INTERSPORT Deutschland eG. Besonders wichtig sei es, das Thema Kreislaufwirtschaft im Handelsumfeld konkret erlebbar zu machen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Von der Theorie in die Praxis
FastFeetGrinded sieht in der Kooperation mit INTERSPORT einen wichtigen Schritt zur Umsetzung von Kreislaufwirtschaft im Alltag. „Wir haben das weltweit erste System entwickelt, das Schuhe aller Art recyceln kann – von Flip-Flops bis Fußballschuhen“, erklärt Danny Pormes, CEO und Gründer des Unternehmens. „Diese Partnerschaft macht aus einem Rücknahmesystem eine echte Umweltmaßnahme.“
Seit dem Start der Initiative konnten bereits über 600 Paar Schuhe gesammelt und dem Recyclingprozess zugeführt werden. Laut INTERSPORT entspricht das einer Einsparung von rund 1.050 Kilogramm CO₂.
Beteiligung großer Markenpartner
Das Pilotprojekt wird auch von den Markenpartnern Adidas, Nike und Brooks unterstützt. Kundinnen und Kunden können jedoch Schuhe aller Marken abgeben. Sollte sich das System in der Testphase bewähren, ist eine Ausweitung auf weitere Standorte geplant. „Die bisherigen Rückmeldungen sind positiv. Wir arbeiten daran, das Angebot mittelfristig flächendeckend verfügbar zu machen“, erklärt Sascha Groß, Ressortleiter Category Management bei INTERSPORT Deutschland.


