Die Aktie des US-Roboterherstellers iRobot hat am Montag im US-Handel über 30 Prozent an Wert verloren. Das Unternehmen teilte per SEC-Filing mit, dass die laufende Käufersuche gescheitert sei. Seit März 2025 versuchte iRobot, nach dem gescheiterten Übernahmeversuch durch Amazon, einen Käufer zu finden. Nun erklärte das Unternehmen in einer offiziellen SEC-Einreichung, dass mit dem letzten verbliebenen Interessenten keine Einigung erzielt werden konnte.
Verhandlungen gescheitert, finanzielle Lage kritisch
Die Gespräche mit dem letzten potenziellen Käufer seien nach einer längeren exklusiven Verhandlungsphase ohne Ergebnis beendet worden. Der angebotene Preis habe „deutlich unter“ dem durchschnittlichen Aktienkurs der letzten Monate gelegen. Da keine weiteren fortgeschrittenen Gespräche mit anderen Interessenten laufen, bleibt die Zukunft des Unternehmens ungewiss.
Die finanzielle Situation von iRobot hat sich seit dem Rückzug von Amazon als Käufer im Januar 2024 deutlich verschlechtert. Damals hatte Amazon die 1,7 Milliarden US-Dollar (rund 1,6 Mrd. Euro) schwere Übernahmepläne aufgrund regulatorischer Bedenken aufgegeben. CEO Andy Jassy kritisierte die Entscheidung der Behörden scharf und betonte, iRobot hätte durch den Deal besser gegen Wettbewerber wie Anker, Ecovacs oder Roborock bestehen können.
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Warnung vor drohender Zahlungsunfähigkeit
Bereits im März 2025 hatte iRobot öffentlich Zweifel an seiner Fortführungsfähigkeit geäußert. In der aktuellen Einreichung warnt das Unternehmen erneut, dass es ohne zusätzliche Mittel von Kreditgebern oder neuen Kapitalquellen gezwungen sein könnte, den Betrieb einzustellen.
Zum Wochenbeginn fiel der Aktienkurs um knapp 34 Prozent auf 3,69 US-Dollar, was einer Marktkapitalisierung von nur noch rund 116 Millionen US-Dollar (ca. 110 Mio. Euro) entspricht. Damit ist der Börsenwert des Unternehmens in diesem Jahr bereits um mehr als 50 Prozent gesunken, wie IT-Times resümiert.
Strategische Optionen bleiben offen – aber ungewiss
iRobot betont, dass weiterhin „strategische Alternativen“ geprüft würden, eine konkrete Transaktion jedoch derzeit nicht absehbar sei. Das Unternehmen kann daher keine Garantie abgeben, dass die laufenden Bemühungen zu einem Ergebnis führen werden. Die Zukunft des Pioniers der Haushaltsrobotik bleibt damit mehr denn je unklar.


