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IW-Prognose: Wirtschaft wächst 2026 leicht – Trendwende bleibt aber aus

Arbeiter in einer Fabrik
Foto: Pexels

Key takeaways

Das Institut der deutschen Wirtschaft rechnet 2026 mit einem leichten BIP-Wachstum von knapp einem Prozent. Staatliche Investitionen und Kalendereffekte treiben die Entwicklung – echte Aufschwungsdynamik fehlt jedoch. Exporte stagnieren, Konsum bleibt schwach und der Arbeitsmarkt steht weiterhin unter Druck.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Nach Jahren wirtschaftlicher Flaute prognostiziert das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) für 2026 ein leichtes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von knapp einem Prozent. Doch die Freude über diesen Zuwachs ist gedämpft – denn ein Drittel davon basiert lediglich auf Kalendereffekten. Feiertage fallen im kommenden Jahr häufiger auf Wochenenden, was rechnerisch für rund zwei zusätzliche Arbeitstage sorgt.

Exporte, Konsum, Arbeitsmarkt: Keine Impulse in Sicht

Die deutsche Wirtschaft bleibt auch 2026 unter Druck. Der globale Handel entwickelt sich schwach, das weltweite Wirtschaftswachstum wird auf etwa zwei Prozent geschätzt – der Welthandel wächst lediglich um 1,5 Prozent. Davon profitieren deutsche Exporte kaum, sie verharren laut IW auf dem Niveau des Vorjahres.

Zwar bringen staatliche Investitionen einen gewissen Wachstumsimpuls, während die privaten weiterhin zurückhaltend bleiben. Insgesamt tragen die Investitionen rund 0,5 Prozentpunkte zum Wachstum bei. Besonders im Wohnungsbau sorgen neue Fördermaßnahmen der Bundesregierung für einen Anstieg der Bauinvestitionen um voraussichtlich 1,5 Prozent. Auch der Tiefbau und der öffentliche Nichtwohnungsbau profitieren von zusätzlichen Mitteln aus dem Infrastruktur-Sondervermögen.

Der private Konsum bleibt trotz einer stabilen Inflationsrate von rund zwei Prozent verhalten. Viele Verbraucher sind angesichts unsicherer Beschäftigungsaussichten zurückhaltend. Real wächst der Konsum nur um etwa ein Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen liegt weiterhin bei rund drei Millionen, die Erwerbstätigkeit bleibt weitgehend konstant. Besonders im Verarbeitenden Gewerbe sind Stellenstreichungen absehbar – vier von zehn Industriebetrieben planen laut IW-Konjunkturumfrage einen Personalabbau.

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IW: Kein nachhaltiger Aufschwung in Sicht

Für IW-Konjunkturchef Michael Grömling reicht das prognostizierte Wachstum bei Weitem nicht aus, um die wirtschaftlichen Verluste der letzten Jahre zu kompensieren. Er sieht Deutschland vor einem langfristigen Umbruch, bedingt durch geopolitische Risiken, technologischen Wandel und demografischen Druck. „Deutschland stehen noch einige schwierige Jahre mit großen Herausforderungen bevor“, warnt Grömling.

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