Mit dem JD Museum plant der chinesische E-Commerce-Riese JD.com ein ambitioniertes Kulturprojekt: Bis Ende 2027 soll in der Unternehmenszentrale in der Shenzhen Bay ein Museum für zeitgenössische Kunst, Performance und Technologie entstehen. Damit setzt das Unternehmen nicht nur ein architektonisches Statement, sondern verankert sich auch stärker im kulturellen Diskurs.
Ein technologisch-künstlerisches Gesamtkonzept
Das neue JD Museum soll laut der offiziellen Ankündigung auf mehr als 10.000 Quadratmetern Ausstellungsflächen für immersive Installationen, Live-Performances und interaktive Formate bieten. Auch kreative Handelsflächen und Workshops sind vorgesehen. Architektonisch entsteht das Gebäude in Zusammenarbeit mit dem renommierten Büro Ole Scheeren, während die Innenräume vom Studio Neri&Hu gestaltet werden. Die Kombination aus Stadtarchitektur und musealer Nutzung zielt darauf ab, Kunst erlebbar und zugänglich zu machen.
Im Fokus steht dabei ein interdisziplinärer Ansatz, der Themen wie Technologie, Urbanität und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt rückt. JD.com will das Museum als Plattform nutzen, um Zukunftsthemen kulturell zu verhandeln und insbesondere junge Zielgruppen sowie die lokale Bevölkerung anzusprechen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Leitung, Programm und erste Schritte
Als geschäftsführender Direktor wurde Robin Peckham berufen, ein erfahrener Kurator und ehemaliger Co-Direktor der Kunstmesse Taipei Dangdai. Peckham bringt internationale Erfahrung mit und sieht Shenzhen als idealen Standort, um Kunst und Technologie neu zu denken. Er kündigte an, dass das Museum nicht nur sammeln und ausstellen, sondern auch forschen, publizieren und neue Projekte beauftragen werde.
Bereits vor der offiziellen Eröffnung startet JD Museum mit einer programmatischen Initiative: „Unboxing JD Museum“ bringt Kunst in die Gemeinschaft – durch mobile Ausstellungen und Workshops, bei denen auch Mitarbeitende von JD.com einbezogen werden. Dabei kommen typische JD-Lieferboxen kreativ zum Einsatz. Die Aktion soll das Museum frühzeitig als offenen Ort der Teilhabe positionieren.


