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Leichter Umsatzrückgang: JD Sports trotzt schwieriger Marktlage mit Aktienrückkauf

Eingang einer JD Sports Filiale
Foto: JD Sports

Key takeaways

JD Sports meldet im zweiten Quartal 2025/26 einen leichten Umsatzrückgang. Nordamerika zeigt Wachstum, während Europa und UK unter Vorjahreseffekten leiden. Die Gruppe investiert weiter in Omnichannel, Logistik und Stores – und kündigt ein neues Aktienrückkaufprogramm über 100 Millionen Pfund an.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Trotz verhaltener Konsumlaune und starker Vergleichswerte aus dem Vorjahr hat JD Sports im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 einen soliden Geschäftsverlauf vorgelegt. Besonders in Nordamerika konnte das Unternehmen durch eine verbesserte Online-Performance, starke Bekleidungstrends und neue Filialen Marktanteile gewinnen. Für das Gesamtjahr rechnet JD Sports mit einem Ergebnis im Rahmen der Markterwartungen und kündigt gleichzeitig ein neues Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 100 Millionen Pfund (rund 117 Mio. Euro) an.

Regionale Entwicklung zeigt Licht und Schatten

Während der Konzern im Gesamtvergleich einen Rückgang der flächenbereinigten Umsätze um 3,0 Prozent verzeichnete, konnte das organische Wachstum mit +2,2 Prozent stabil gehalten werden. In Nordamerika sorgten verschobene Produkt-Launches aus dem ersten Quartal sowie neue Produktlinien für ein verbessertes Ergebnis im zweiten Quartal. In Europa und dem Vereinigten Königreich fiel die Entwicklung schwächer aus – hier machte sich vor allem der starke Vergleichswert aus dem Vorjahr rund um die Fußball-Europameisterschaft bemerkbar.

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Bekleidung überzeugt – Footwear mit zyklischer Schwäche

Ein Lichtblick war die Performance im Bereich Bekleidung, der in allen Regionen gute Ergebnisse erzielte. Die Schuhsparte hingegen litt unter dem zyklischen Abschwung etablierter Modelle. Neue Produktlinien konnten die Schwächen zum Teil kompensieren. JD Sports betonte, dass Kunden aktuell sehr selektiv einkaufen, was eine vorsichtige Preispolitik notwendig mache – insbesondere im Onlinegeschäft, das dennoch Zuwächse bei Reichweite und Konversion zeigte.

Investitionen in Infrastruktur und Store-Netz

Der Konzern treibt seine strategischen Vorhaben konsequent voran: In Nordamerika wurden unter anderem 198 City Gear-Filialen übernommen und neue zentrale Distributionsstandorte in Kalifornien aktiviert. Parallel dazu wurde eine neue E-Commerce-Plattform für die Marken JD und Finish Line eingeführt. In Europa schreitet der Ausbau des Zentrallagers in Heerlen (Niederlande) inklusive Automatisierung voran. Zudem eröffnete JD neue Flagship-Stores unter anderem in Manchester, Las Vegas und Melbourne.

Ausblick bleibt vorsichtig – Fokus auf H2

Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres bleibt das Management vorsichtig. Konsumzurückhaltung, potenzielle Auswirkungen von US-Zöllen und zyklische Effekte in der Schuhmode stellen Unsicherheitsfaktoren dar. Gleichzeitig erwartet JD Sports, wie in der Vergangenheit, einen Großteil des Gewinns in H2 zu erwirtschaften. Synergieeffekte aus der Hibbett-Übernahme sollen zusätzlich zur Profitabilität beitragen.

Neue Rückkäufe signalisieren Vertrauen

Nach der erfolgreichen Durchführung eines ersten Rückkaufprogramms über 100 Millionen Pfund kündigte das Unternehmen ein weiteres Aktienrückkaufprogramm in gleicher Höhe an. Finanziert werden soll dies aus der starken Free-Cash-Flow-Generierung. Zudem wurde kürzlich eine Refinanzierung abgeschlossen, die unter anderem eine neue revolvierende Kreditlinie über eine Milliarde Pfund beinhaltet.

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