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Ghosting, Feilschen, Absagen: Was Käufer bei Kleinanzeigen abschreckt

Kleinanzeigen Mobile App
Foto: Kleinanzeigen

Key takeaways

Eine YouGov-Umfrage im Auftrag von Kleinanzeigen zeigt, welche Verhaltensweisen Käufer und Verkäufer besonders stören – allen voran Ghosting, Feilschen und spontane Absagen. Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und kleine Gesten wirken sich hingegen positiv auf den Verkaufsprozess aus und können sogar Preisnachlässe begünstigen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Kaufen und Verkaufen im Netz ist längst Alltag – doch reibungslos läuft es selten. Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag von Kleinanzeigen zeigt, was Nutzern bei privaten Onlinegeschäften besonders missfällt – und worauf sie hingegen positiv reagieren.

Ghosting bleibt der größte Aufreger

Mit Abstand am meisten stört sogenannte Funkstille: 69 Prozent der Befragten empfinden es als inakzeptabel, wenn eine verabredete Transaktion kommentarlos nicht zustande kommt. Ebenfalls weit oben auf der Liste der No-Gos stehen ungebetene Preisverhandlungen. Jeder Zweite ärgert sich darüber, wenn trotz eines Festpreises noch gefeilscht wird. Auf Platz drei folgen spontane Absagen, weil der Artikel plötzlich anderweitig vergeben wird – ein Verhalten, das immerhin 34 Prozent negativ bewerten.

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Verständnis bei Krankheit, Frust bei Unverbindlichkeit

Die Umfrage zeigt aber auch: Ehrlichkeit zahlt sich aus. Wird ein Deal aus nachvollziehbaren Gründen abgesagt, etwa wegen Krankheit oder Trauerfällen, haben 92 Prozent der Befragten dafür Verständnis. Auch kleinere Verspätungen werden verziehen – vorausgesetzt, es wird offen kommuniziert. Nur sieben Prozent sehen darin ein Problem.

Freundlichkeit zahlt sich buchstäblich aus

Eine freundliche Kommunikation wirkt sich sogar auf den Preis aus. 31 Prozent der Nutzer sind bereit, den Preis zu senken, wenn sie den Käufer oder Verkäufer sympathisch finden. Noch flexibler zeigen sich viele, wenn der Artikel bereits länger online ist: 53 Prozent würden in diesem Fall eher Rabatte gewähren.

Auch wer transparent über den Versand informiert, sammelt Pluspunkte. 77 Prozent der Befragten schätzen Updates wie „Wird morgen verschickt“. Für fast zwei Drittel ist eine Rückmeldung nach Erhalt des Pakets ebenfalls positiv. Und 32 Prozent finden es völlig in Ordnung, wenn um eine gute Bewertung gebeten wird.

Kleine Gesten wirken – aber nicht immer

Kleine Zugaben wie Schokolade, Sticker oder eine Postkarte erfreuen laut Umfrage 55 Prozent der Nutzer. Selbstgemachtes wie Kekse oder Bastelarbeiten werden immerhin von 44 Prozent positiv aufgenommen. Persönliche Grußworte in der Sendung empfinden 43 Prozent als sympathisch. Komplimente zur Einrichtung oder dem Haustier spalten hingegen die Meinungen: 37 Prozent finden sie angenehm, 32 Prozent dagegen aufdringlich.

Altersunterschiede beim Umgangston

Die Umfrage macht deutliche Unterschiede zwischen den Generationen sichtbar. Während Millennials (42 Prozent) und die Generation Z (31 Prozent) Smalltalk beim Verkaufsgespräch durchaus schätzen, ist bei den Babyboomern die Begeisterung geringer (21 Prozent). Ähnlich verhält es sich bei Komplimenten: Ältere Nutzer lehnen diese eher ab, während Jüngere sie mehrheitlich positiv aufnehmen. Die Generation X zeigt sich in beiden Fällen gespalten.

So gelingt der Deal

Letztlich entscheidet vor allem Verlässlichkeit: 47 Prozent der Nutzer legen Wert auf eingehaltene Absprachen, 31 Prozent auf zeitnahe Antworten. Wer außerdem eine positive Bewertung vorweisen kann, steigert die Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss – und zeigt, dass er den Kleinanzeigen-Knigge verstanden hat.

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