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Berichte: Kering-Chef kündigt Schrumpfkurs und Gucci-Neuausrichtung an

Fassade des Gucci Stores in Paris
Foto: Pexels

Key takeaways

Kering-CEO Luca de Meo plant Berichten nach eine tiefgreifende Umstrukturierung des Luxuskonzerns. Im Fokus stehen die Reduzierung der Abhängigkeit von Gucci, ein schlankeres Filialnetz und eine stärkere Positionierung anderer Marken. Die neue Strategie soll im Frühjahr 2026 präsentiert werden.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Kering-Chef Luca de Meo hat in einem internen Memo eine klare Strategie für die kommenden Jahre skizziert: Der Luxuskonzern will seine Abhängigkeit von Gucci verringern, das Filialnetz weiter verkleinern und die übrigen Marken stärken. Die Notiz, die Reuters vorliegt, ist Teil des internen Strategiepapiers mit dem Titel „ReconKering“, das nun erstmals konkrete Einblicke in die Planungen unter de Meo gibt.

Gucci verliert an Strahlkraft

Gucci, lange Zeit die tragende Säule des Konzerns, verzeichnete zuletzt deutliche Umsatzrückgänge. Die Dominanz der Marke innerhalb des Kering-Portfolios gilt nun als Risiko. De Meo spricht von einer „Überabhängigkeit“ und kündigt eine strategische Neuverteilung der Ressourcen an. Ziel sei es, Marken wie Saint Laurent, Bottega Veneta und Balenciaga stärker zu entwickeln. Auch Brioni soll eine aktivere Rolle spielen, obwohl immer wieder über einen Verkauf spekuliert wurde.

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Filialnetz wird weiter ausgedünnt

In den vergangenen zwölf Monaten hat Kering bereits 55 Läden geschlossen – ein Schritt, der laut de Meo nicht ausreicht. Weitere Filialen sollen folgen, ebenso eine Überprüfung der Preisstrategie. Nach Jahren der kontinuierlichen Preiserhöhungen sollen Sortiment und Preispositionierung nun angepasst werden, um die Marken widerstandsfähiger und marktnäher aufzustellen.

Fokus auf Synergien und Finanzdisziplin

Neben der Stärkung der Markenvielfalt steht auch die Effizienz im Fokus. De Meo fordert mehr Synergien, insbesondere in der Schmuck-Sparte, die bislang hinter den Erwartungen zurückblieb und im Vergleich zu Wettbewerbern wie LVMH oder Richemont wenig skaliert ist. Der Verkauf der Beauty-Sparte an L’Oréal für rund 4,7 Milliarden Euro (ca. 5,1 Mrd. €) unterstreicht den neuen Fokus auf das Luxuskerngeschäft.

Strategieplan kommt im Frühjahr

Die nächsten Schritte sollen schnell erfolgen: Innerhalb von 18 Monaten will Kering alle Marken wieder auf Wachstumskurs bringen. Bis zur vollständigen finanziellen Erholung veranschlagt de Meo einen Zeitraum von etwa drei Jahren. Die vollständige Strategie wird Investoren im Frühjahr 2026 vorgestellt. Seit de Meos Amtsantritt im September hat sich der Aktienkurs um 75 Prozent erholt, nachdem er zuvor innerhalb von zwei Jahren mehr als die Hälfte seines Werts verloren hatte.

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