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Unternehmen rücken bei KI-Investitionen echten Mehrwert in den Fokus

Symbolik zu KI und Finanzpolitik
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Laut zwei Studien von Capgemini setzen Unternehmen 2026 zunehmend auf pragmatische KI-Strategien. Investiert wird vor allem in Daten, Governance und Mitarbeiterschulung. Entscheidungsprozesse verändern sich messbar, während Umsatzwachstum und Risikomanagement neue Maßstäbe für den KI-Erfolg setzen. Führungskräfte stehen in der Verantwortung, langfristige Visionen umzusetzen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Unternehmen weltweit verabschieden sich von der anfänglichen KI-Euphorie und wenden sich zunehmend einem pragmatischen Umgang mit der Technologie zu. Statt auf kurzfristige Produktivitätsgewinne zu hoffen, geht es 2026 darum, KI gezielt in Prozesse und Entscheidungsfindungen einzubetten, um langfristigen Mehrwert zu schaffen. Grundlage für diesen Strategiewechsel sind zwei aktuelle Studien des Capgemini Research Institute. Sie zeigen: Organisationen, die frühzeitig in Governance, Datenqualität und Mitarbeiterschulungen investieren, verschaffen sich einen klaren Vorteil.

KI wird strategisch eingesetzt

Laut der Studie „The multi-year AI advantage: Building the enterprise of tomorrow“ setzen bereits 38 Prozent der befragten Unternehmen weltweit generative KI operativ ein. Agentische KI – also Systeme, die selbstständig Aufgaben ausführen – wird in sechs von zehn Unternehmen geprüft, in China sogar fast flächendeckend getestet oder implementiert. Einigkeit herrscht darüber, dass eine zügige Skalierung über den Erfolg entscheidet: Wer abwartet, verliert an Wettbewerbsfähigkeit.

Die Unternehmen verändern auch ihre Bewertungsmaßstäbe: Statt nur operative Effizienz oder Kostensenkung zählen heute Kriterien wie Umsatzwachstum, Risikomanagement, Compliance, Wissenssicherung und vor allem das Kundenerlebnis. Dabei steigt das Bewusstsein für Datensouveränität: Immer mehr Organisationen wollen sicherstellen, dass sensible Informationen in der eigenen Kontrolle bleiben.

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Fokus auf fundierte Strukturen und Führung

Die Zukunftsstrategie vieler Unternehmen sieht vor, KI-Investitionen gezielt in Infrastrukturen, Datenqualität und Mitarbeiterqualifikation zu lenken. Projekte mit geringem strategischem Nutzen werden pausiert oder eingestellt. Durchschnittlich planen die Unternehmen, fünf Prozent ihres Jahresbudgets in KI zu investieren – eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr.

„Die Frage lautet nicht mehr, ob KI in Unternehmen integriert wird, sondern wie“, betont Felizitas Graeber, Managing Director von Capgemini Invent in Deutschland. Die Verantwortung liege bei der Unternehmensführung: Wer klare Visionen formuliert und entsprechende Strukturen schafft, könne das Potenzial von KI nachhaltig heben.

Entscheidungsfindung verändert sich spürbar

Die ergänzende Spotlight-Studie „How AI is quietly reshaping executive decisions“ zeigt, dass KI zunehmend zur Unterstützung strategischer Entscheidungen eingesetzt wird. Über die Hälfte der befragten CXOs nutzen KI bereits aktiv oder selektiv, ein weiteres Drittel befindet sich in der Testphase. Der Fokus liegt aktuell auf unterstützenden Tätigkeiten wie Dokumentation und Recherche, künftig soll KI verstärkt strategisches Denken ergänzen.

Vorteile zeigen sich bereits: Entscheidungen werden schneller, kosteneffizienter und kreativer getroffen. Gleichzeitig betonen Führungskräfte, dass KI kein Ersatz für menschliches Urteilsvermögen ist. Skepsis besteht insbesondere in Bezug auf rechtliche Risiken, Erklärbarkeit von Entscheidungen und öffentliche Wahrnehmung – daher kommunizieren nur wenige Unternehmen offen über ihren KI-Einsatz.

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