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Weniger Traffic für Websites – Google verteidigt KI-Suche gegen Kritik

Google AI Overview
Foto: RETAIL-NEWS / Made with AI

Key takeaways

Google bestreitet, dass KI-Funktionen wie „AI Overviews“ zu massivem Trafficverlust bei Publishern führen. Zwar räumt der Konzern verändertes Nutzerverhalten ein, verweist aber auf stabile Klickzahlen und höhere Qualität. Doch externe Daten zeigen steigende Null-Klick-Raten – und Publisher kämpfen weiter mit sinkender Reichweite.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Google gerät unter Druck: Seit Monaten beklagen Publisher rückläufige Besucherzahlen, die sie mit der zunehmenden Nutzung von KI-Suchergebnissen und Chatbots in Verbindung bringen. In einem aktuellen Blogeintrag widerspricht Google diesen Vorwürfen. Laut Liz Reid, VP und Head of Search, sei das gesamte organische Klickvolumen im Jahresvergleich stabil geblieben, während die Qualität der Klicks sogar leicht zugenommen habe.

Google widerspricht Drittanbieter-Studien

In der öffentlichen Wahrnehmung mehren sich jedoch Berichte, wonach Googles KI-gestützte Features wie „AI Overviews“ zu einem dramatischen Rückgang an Klicks auf Publisher-Seiten geführt hätten. Google weist diese Darstellung zurück. Drittanbieterberichte seien oft auf fehlerhafte Methodik oder Einzelfälle gestützt. Zwar räumt Reid ein, dass sich Nutzerverhalten verändere, dies führe jedoch nicht pauschal zu Verlusten, sondern verlagere den Traffic – einige Seiten gewännen, andere verlören.

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Nutzerverhalten ändert sich – nicht nur wegen KI

Google sieht die Gründe für die Veränderungen nicht allein im Aufkommen der KI. Bereits seit Jahren weichen Nutzer auf Plattformen wie TikTok, Reddit oder Amazon aus, um gezielter nach Inhalten, Meinungen oder Produkten zu suchen. Entsprechend priorisiert Google in seinen Suchergebnissen zunehmend Inhalte, die authentische Stimmen oder individuelle Perspektiven bieten – etwa in Foren, Podcasts oder Erfahrungsberichten.

Qualität statt Quantität?

Anstelle der reinen Klickzahl rückt Google jetzt die Qualität der Klicks in den Vordergrund: Klicks, die zu längerem Verweilen auf einer Seite führen, seien wertvoller – und würden durch KI-Features häufiger entstehen. Zudem würden mit den „AI Overviews“ mehr Links auf der Ergebnisseite angezeigt, was zusätzlichen Chancen für Publisher biete.

Google setzt auf neue Monetarisierung

Als Reaktion auf die Kritik will Google Publishern neue Einnahmequellen eröffnen. Dazu gehören etwa Micropayments, Newsletter-Anmeldungen oder andere Alternativen zur klassischen Werbung. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass die KI-Suche so gestaltet sei, dass sie die Weblandschaft insgesamt stärke – durch klare Quellenangaben, Verlinkungen und Respektierung offener Webstandards.

Ein fundamentaler Wandel im Suchverhalten

Google argumentiert, dass die Websuche durch KI umfassender und nützlicher werde. Nutzer könnten komplexere Fragen stellen und bekämen fundierte Antworten, was insgesamt zu mehr Suchanfragen führe. Doch die Frage bleibt: Wer profitiert davon wirklich – und wer zahlt den Preis?

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