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Mehr KI, mehr Unsicherheit: Jeder Dritte fürchtet um seinen Job

Mann und Symbolik zu künstlicher Intelligenz (KI)
Foto: Gerd Altmann / Pixabay

Key takeaways

Laut EY-Studie nutzen 81 Prozent der Beschäftigten in Deutschland KI im Job – doch 36 Prozent fürchten um ihren Arbeitsplatz. Besonders verbreitet ist der Einsatz in Texterstellung und Chatbots. Trotz hoher Weiterbildungsbereitschaft mangelt es vielen Unternehmen noch an passenden Schulungsangeboten und strategischer Begleitung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Immer mehr Beschäftigte in Deutschland nutzen Künstliche Intelligenz – und zunehmend auch mit gemischten Gefühlen. Laut einer aktuellen Studie von EY gaben 81 Prozent der Befragten an, bereits KI-Tools in ihrem Berufsalltag einzusetzen. Das entspricht einem Anstieg um 14 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Deutschland liegt damit über dem europäischen Durchschnitt, wo 78 Prozent KI beruflich nutzen.

Verunsicherung trotz wachsender Nutzung

Die wachsende Verbreitung von KI hat allerdings auch Schattenseiten: Sieben von zehn Beschäftigten in Deutschland gehen davon aus, dass KI mittelfristig Arbeitsplätze kosten wird. Mehr als ein Drittel – konkret 36 Prozent – äußerte explizit Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz. Europaweit liegt dieser Wert sogar bei 42 Prozent. Die Skepsis wächst offenbar parallel zur wachsenden Anwendung der Technologie im Berufsleben.

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Texte, Übersetzungen, Chatbots: KI im Büroalltag

Die häufigsten Anwendungsfelder sind Texterstellung (64 Prozent), Sprachassistenten und Chatbots (je 44 Prozent) sowie Übersetzungsdienste (33 Prozent). Das größte Potenzial sehen die Nutzer in Zeitersparnis, geringeren Kosten und Fehlervermeidung. Dennoch dürfen nur 31 Prozent der Befragten KI uneingeschränkt im Job einsetzen. 35 Prozent nutzen sie mit Einschränkungen, ein Fünftel darf KI gar nicht verwenden.

Weiterbildung: Nachfrage steigt, Qualität bleibt ausbaufähig

Ein Großteil der Beschäftigten reagiert auf die Veränderungen mit Weiterbildung. In Deutschland stieg der Anteil jener, die sich zu KI fortbilden, von 37 auf 63 Prozent. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich weit vorne. Besonders aktiv sind Mitarbeitende in Italien und Spanien (je 64 Prozent). In Portugal, Österreich und Frankreich hingegen ist die Weiterbildungsbereitschaft geringer. Trotz des Anstiegs bemängeln viele die Qualität der Angebote: Nur ein Viertel der Befragten zeigte sich damit zufrieden, während 40 Prozent ein besseres Fortbildungsangebot vom Arbeitgeber fordern.

Fehlendes Gleichgewicht zwischen Wahrnehmung und Realität

Die EY-Studie zeigt auch deutliche Diskrepanzen zwischen Angestellten und Management: Während nur 27 Prozent der Mitarbeitenden an eine gesteigerte Produktivität durch KI glauben, sehen 60 Prozent der Führungskräfte darin einen Fortschritt. Ähnlich unterschiedlich ist die Bewertung der Fortbildungsangebote: 59 Prozent der Entscheider sind überzeugt, dass ihre Belegschaft gut vorbereitet sei – ein Urteil, das von den Mitarbeitenden nicht in gleichem Maß geteilt wird.

EY-Experten sehen Handlungsbedarf

EY-Partner Dr. David Alich mahnt, KI werde nicht automatisch Jobs ersetzen – wohl aber Menschen ohne entsprechende Qualifikationen. Unternehmen müssten nun systematisch in Datenqualität und Schulung investieren. Sein Kollege Dr. Christian Wesp betont die Verantwortung der Arbeitgeber, geeignete Weiterbildungsstrukturen zu schaffen. Auch externe Partnerschaften könnten helfen, die eigene Belegschaft zukunftsfähig zu machen.

Die Studie basiert auf einer Befragung von knapp 5.000 Beschäftigten in neun europäischen Ländern, darunter 1.000 in Deutschland. Sie verdeutlicht, dass Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt zwar angekommen ist, die nötige strategische Begleitung aber vielerorts noch fehlt.

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