ANZEIGE

ANZEIGE

WTO-Studie: KI könnte Welthandel bis 2040 um 40 Prozent steigern

AI auf einem Computerchip
Foto: T Hansen / Pixabay

Key takeaways

Die WTO erwartet, dass KI den Welthandel bis 2040 um bis zu 40 Prozent steigern kann. Der World Trade Report 2025 betont jedoch: Nur mit gezielten Investitionen in Infrastruktur, Bildung und fairen Handelsregeln können alle Länder vom KI-getriebenen Wachstum profitieren und eine weitere digitale Spaltung vermeiden.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Künstliche Intelligenz (KI) hat das Potenzial, den weltweiten Handel bis zum Jahr 2040 um nahezu 40 Prozent zu steigern – vorausgesetzt, politische und technologische Lücken werden geschlossen. Das geht aus dem aktuellen World Trade Report 2025 der Welthandelsorganisation (WTO) hervor. Die größten Impulse erwartet die WTO durch niedrigere Handelskosten, steigende Produktivität und die zunehmende Verbreitung digitaler Dienstleistungen.

Digitalisierung als Motor für inklusive Handelsgewinne

KI könnte nicht nur die Effizienz von Handelsprozessen verbessern, sondern auch den Zugang kleiner Unternehmen zu globalen Märkten erleichtern. Laut einer WTO-Umfrage berichten 90 Prozent der befragten Unternehmen von konkreten Vorteilen beim Einsatz von KI in handelsbezogenen Prozessen. Vor allem Dienstleistungen, die digital geliefert werden können, sollen überdurchschnittlich wachsen – unter anderem durch Automatisierung in der Zollabwicklung, verbesserte Marktanalysen und optimierte Lieferketten.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Großes Potenzial – aber ungleiche Ausgangslage

Die Studie warnt jedoch vor einer zunehmenden digitalen Kluft. Während Hochlohnländer bereits massiv in Infrastruktur und KI-Strategien investieren, fehlen in vielen Niedriglohnländern grundlegende Voraussetzungen wie digitale Netze, Fachkräfte oder ein regulatorisches Rahmenwerk. Simulationsmodelle zeigen: Wenn einkommensschwächere Länder ihre digitale Infrastruktur verbessern und KI breiter einführen, könnten ihre Einkommen um bis zu 15 Prozent steigen. Ohne gezielte Investitionen drohen hingegen wachsende Ungleichheiten.

WTO fordert offene, vorhersehbare Handelsbedingungen

Der Bericht betont, dass offene Märkte für KI-relevante Produkte wie Halbleiter, Rechenzentren und Softwarelösungen entscheidend sind. Allerdings haben sich handelspolitische Beschränkungen in diesem Bereich in den letzten Jahren stark ausgeweitet – von 130 Maßnahmen im Jahr 2012 auf fast 500 im Jahr 2024. Gleichzeitig erreichen gebundene Zölle in manchen Niedrigeinkommensländern bis zu 45 Prozent.

Handel als Hebel für faire KI-Entwicklung

Durch die internationale Verteilung von Rohstoffen, Infrastruktur und Daten trägt der Handel wesentlich zur Verbreitung von KI-Technologien bei. Die WTO sieht darin eine Chance für mehr Teilhabe – etwa durch die Integration ärmerer Länder in globale Wertschöpfungsketten, etwa bei der Datenannotation oder Softwaretests. Um faire Bedingungen zu schaffen, seien jedoch flankierende Maßnahmen wie Bildungsinvestitionen, Arbeitsmarktreformen und internationale Kooperation nötig.

Multilaterale Regeln als Basis für nachhaltiges Wachstum

Aktuell sind KI-bezogene Regelungen in regionalen Handelsabkommen nur spärlich verankert und meist auf ethische Grundsätze begrenzt. Die WTO sieht sich daher in der Verantwortung, globale Standards zu fördern und Markttransparenz zu verbessern. Dabei spielen bestehende Abkommen wie das Übereinkommen über technische Handelshemmnisse (TBT) oder das TRIPS-Abkommen zur Regulierung geistigen Eigentums eine zentrale Rolle.

Fazit: Strategische Weichenstellung notwendig

Der Report versteht sich als Appell, jetzt die richtigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Nur durch gezielte Investitionen, regulatorische Anpassungen und internationale Zusammenarbeit kann KI zu einem Treiber für ein inklusives, global geteiltes Wirtschaftswachstum werden. Andernfalls droht eine Konzentration der Vorteile bei wenigen Ländern und Unternehmen.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored