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DIHK-Präsident fordert Kurswechsel deutscher Klimapolitik

Symbolik zu deutscher Klimapolitik
Foto: Depositphotos

Key takeaways

DIHK-Präsident Peter Adrian fordert eine Neuausrichtung der deutschen Klimapolitik. Die aktuelle Strategie sei zu teuer und gefährde die Industrie. Der DIHK schlägt internationale Kooperation statt nationaler Alleingänge vor, um Klimaziele effizienter zu erreichen und gleichzeitig Wettbewerbsfähigkeit und Produktion im Inland zu sichern.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die deutsche Wirtschaft sieht die aktuelle Klimapolitik zunehmend kritisch. Der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Peter Adrian, fordert eine Neuausrichtung, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu sichern. In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sprach er von drohender Deindustrialisierung, sollten Politik und Energiewende nicht pragmatischer ausgestaltet werden.

Kritik an hohen Kosten und Alleingängen

Adrian bemängelte insbesondere die wirtschaftlichen Belastungen der Unternehmen durch den derzeitigen Transformationskurs. Eine vom DIHK in Auftrag gegebene Studie zeige, dass die Energiewende in ihrer aktuellen Form für viele Betriebe kaum zu stemmen sei. Investitionen in Stromnetze, neue Industrieanlagen und Kraftwerke führten zu erheblichen Mehrkosten – verschärft durch ohnehin hohe Energiepreise im internationalen Vergleich.

Gleichzeitig kritisierte er eine nationale Überheblichkeit in der Klimapolitik. Deutschland solle aufhören, sich als globales Vorbild zu inszenieren, und stattdessen auf internationale Zusammenarbeit setzen. „Wir müssen aufhören, den Weltlehrer zu spielen“, sagte Adrian und betonte die Bedeutung eines gemeinsamen Vorgehens mit anderen Ländern.

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Global denken, effizient handeln

Der DIHK stellt das Ziel der Klimaneutralität nicht grundsätzlich infrage, doch der Weg dorthin müsse laut Adrian effizienter und wirtschaftsfreundlicher gestaltet werden. Deutschland sei nur für rund 1,5 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich – entscheidend sei daher der globale Effekt von Maßnahmen. Reine Symbolpolitik bringe wenig, wenn gleichzeitig emissionsintensive Produkte aus dem Ausland importiert würden, die hierzulande klimafreundlicher produziert werden könnten.

Adrian verwies auf EU-Regelungen, die internationale Kompensationen ermöglichen – etwa durch Aufforstungsprojekte im Amazonasgebiet. Diese könnten einen effektiveren Beitrag zum Klimaschutz leisten als überzogene nationale Alleingänge.

Deutschland habe seine CO2-Emissionen seit 1990 bereits um 48 Prozent gesenkt. Doch während hiesige Unternehmen unter steigenden Anforderungen litten, hätten viele andere Industrienationen ihre Emissionen sogar erhöht. Eine realistische und international abgestimmte Klimapolitik sei daher im Interesse von Wirtschaft und Umwelt gleichermaßen.

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