Das Konsum- und Bezahlverhalten der Deutschen verändert sich weiter spürbar. Der neue ibi-Consumer-Report 2025, der auf einer 37-monatigen Langzeitbefragung basiert, zeigt: Der Online-Handel verliert an Schwung – während stationäre Geschäfte an Bedeutung gewinnen. Zugleich entwickeln sich in Teilen der Bevölkerung neue Wertehaltungen, insbesondere beim Versand und beim Umgang mit gebrauchten Produkten.
Rückkehr zum stationären Einkauf
Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein spürbarer Trend weg vom ausschließlichen Online-Shopping: 23 Prozent der Befragten bevorzugen 2025 den stationären Einkauf oder kaufen ausschließlich vor Ort – ein Anstieg um vier Prozentpunkte gegenüber 2024. Nur noch 36 Prozent kaufen ausschließlich online oder würden dies bevorzugen (2024: 41 Prozent). Weitere 41 Prozent kombinieren Online- und Offline-Einkäufe, je nach Produktart.
Parallel dazu sinkt die Anzahl der monatlichen Online-Bestellungen: Im Durchschnitt werden 5,1 Bestellungen pro Monat getätigt (2024: 5,4). Auch die Anzahl der pro Bestellung gekauften Artikel fällt von 8,1 auf 7,3. Besonders deutlich ist der Rückgang der Retourenquote: Sie sinkt von 12,1 Prozent im Jahr 2024 auf 9,5 Prozent im Jahr 2025. Die monatlichen Ausgaben für Online-Shopping liegen bei durchschnittlich 214,81 Euro (2024: 229,90 Euro).
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Nachhaltigkeit und finanzielle Risiken im Fokus
Jüngere Zielgruppen zeigen eine besonders hohe Bereitschaft, für Nachhaltigkeit zu zahlen: 30 Prozent der 21- bis 30-Jährigen und 24 Prozent der 16- bis 20-Jährigen haben im letzten Monat freiwillig für umweltfreundlichen Versand gezahlt – im Durchschnitt waren es 13 Prozent. Ähnlich hoch ist die Akzeptanz beim Kauf gebrauchter Produkte: 25 Prozent der Befragten haben im vergangenen Monat Secondhand-Ware online gekauft. Bei den unter 30-Jährigen liegt dieser Anteil bei über 40 Prozent.
Gleichzeitig steigen die finanziellen Belastungen durch Online-Shopping. Besonders betroffen sind 21- bis 30-Jährige: Ein Drittel dieser Altersgruppe hatte bereits Schulden oder Rückstände bei Ratenzahlungen aufgrund von Online-Käufen. Insgesamt ist der Anteil der Betroffenen im Vergleich zum Vorjahr von sieben auf zwölf Prozent gestiegen.


