Kontoor Brands hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem starken vierten Quartal abgeschlossen. Der Umsatz legte laut Jahresbericht im Quartal um 46 Prozent auf 1,02 Mrd. US-Dollar zu – ein Großteil davon resultiert aus der Übernahme von Helly Hansen. Auch auf Gesamtjahresbasis zeigte der Konzern eine deutliche Verbesserung: Die Erlöse stiegen um 21 Prozent auf 3,15 Mrd. US-Dollar, während die Profitabilität dank Skaleneffekten und Effizienzprogrammen spürbar zulegte.
Starker Q4-Abschluss mit breiter Markenentwicklung
Im Quartal entwickelten sich Wrangler (+12 %) und Lee (+2 %) solide, wobei Direktvertriebskanäle besonders stark wuchsen. Helly Hansen steuerte 254 Mio. US-Dollar zum Umsatz bei und erwies sich als zentraler Wachstumstreiber. Die Bruttomarge verbesserte sich deutlich, sowohl berichtet als auch bereinigt – unterstützt durch die Akquisition und durch Projekt Jeanius, das Effizienzgewinne in der Lieferkette und im Produktmix realisiert.
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Deutlich höhere Profitabilität
Das bereinigte Betriebsergebnis im vierten Quartal stieg um 48 Prozent auf 150 Mio. US-Dollar. Bereinigt erhöhte sich der Gewinn je Aktie auf 1,73 US-Dollar, ein Plus von 26 Prozent. Auch im Gesamtjahr setzte sich die Entwicklung fort: Das bereinigte operative Ergebnis lag bei 468 Mio. US-Dollar, die Marge kletterte auf 14,9 Prozent. Höhere Produktkosten und Zölle konnten durch Preismaßnahmen und Margenprogramme übertroffen werden.
Bilanz: Weniger Schulden, starke Cashflows
Der Konzern reduzierte seine Lagerbestände im Q4 deutlich und schloss das Jahr mit 108 Mio. US-Dollar an liquiden Mitteln ab. Zudem wurde ein freiwilliger Kreditabbau von 200 Mio. US-Dollar vorgenommen. Die Nettoverschuldung sank auf das 2,0-Fache des EBITDA. Aktionär:innen profitieren weiterhin: Dividenden und Aktienrückkäufe summierten sich 2025 auf rund 140 Mio. US-Dollar.
Gesamtjahr 2025: Markenentwicklung im Überblick
Wrangler legte weltweit um 6 Prozent zu, getragen von zweistelligem Wachstum im DTC-Geschäft. Lee hingegen verzeichnete ein Minus von 5 Prozent, insbesondere durch schwächere Wholesale-Umsätze international. Helly Hansen erzielte von Juni bis Dezember 475 Mio. US-Dollar Umsatz und zeigte hohe Nachfrage in Sport- und Workwear-Segmenten.
Ausblick 2026: Umsatzplus, höhere Margen trotz Zölle
Für 2026 erwartet Kontoor Brands trotz steigender Importzölle weiteres Wachstum. Der Umsatz soll auf 3,40 bis 3,45 Mrd. US-Dollar steigen (+9 %). Die bereinigte Bruttomarge wird zwischen 47,2 und 47,4 Prozent erwartet – getragen durch Effizienzprogramme und Helly Hansen. Die bereinigte operative Marge soll auf bis zu 15 Prozent steigen. Zölle, vor allem auf Waren aus Nicht-USMCA-Ländern, werden durch Preisstrategien und regionale Beschaffung teilweise kompensiert.
Unter dem Strich rechnet das Unternehmen mit einem bereinigten EPS von 6,40 bis 6,50 US-Dollar (+15–16 %). Die operative Cashgenerierung soll rund 425 Mio. US-Dollar betragen, während weitere Kreditrückzahlungen von 225 Mio. US-Dollar geplant sind. Der Verschuldungsgrad soll bis Jahresende unter 1,5 fallen.
Strategischer Ausblick
CEO Scott Baxter sieht den Konzern bestens aufgestellt: Die Transformation, die durch den Zukauf von Helly Hansen beschleunigt wurde, stärke die Resilienz des Portfolios. Projekte wie Jeanius sowie höhere Investitionen in Markenaufbau und Digitalisierung sollen weiteres Wachstum sicherstellen. Ziel bleibt, die Kapitalallokation flexibel zu halten und den Shareholder Value auszubauen.


