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Kontoor Brands hebt Jahresprognose nach starkem zweiten Quartal an

Mann mit gelber Helly Hansen Jacke
Foto: Helly Hansen

Key takeaways

Kontoor Brands steigert den Quartalsumsatz um 19 Prozent auf 584 Millionen Dollar und hebt seine Ergebnisprognose für 2026 an. Wrangler wächst weiter, während Helly Hansen die Erwartungen übertrifft.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Kontoor Brands hat im zweiten Quartal 2026 Umsatz und bereinigtes Ergebnis deutlich gesteigert. Rückenwind erhielt der US-Bekleidungskonzern insbesondere von Wrangler sowie der im vergangenen Jahr übernommenen Marke Helly Hansen. Nach der Entwicklung im ersten Halbjahr hebt das Unternehmen seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr an.

Umsatz steigt um 19 Prozent

Der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 19 Prozent auf 584 Millionen US-Dollar. Helly Hansen steuerte davon 114 Millionen Dollar bei und entwickelte sich nach Angaben des Unternehmens besser als erwartet.

Wrangler erzielte weltweit 469 Millionen Dollar Umsatz und damit zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In den USA betrug das Wachstum ein Prozent, wobei das Direct-to-Consumer-Geschäft um neun Prozent zulegte und der Großhandel stagnierte. International erhöhte Wrangler den Umsatz um zehn Prozent. Das direkte Endkundengeschäft wuchs dort um 31 Prozent, der Großhandel um sieben Prozent.

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Margen und operatives Ergebnis verbessern sich

Die ausgewiesene Bruttomarge erreichte 56,2 Prozent. Bereinigt lag sie bei 53,8 Prozent und damit 7,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Kontoor Brands führt die Verbesserung unter anderem auf das Effizienzprogramm Project Jeanius, Helly Hansen sowie einen günstigeren Kanal- und Produktmix und Preiseffekte zurück.

Das ausgewiesene operative Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten belief sich auf 91 Millionen Dollar. Bereinigt wurden 94 Millionen Dollar erreicht, 19 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die bereinigte operative Marge lag bei 16 Prozent.

Der verwässerte Gewinn je Aktie erreichte ausgewiesen 1,03 Dollar. Bereinigt stieg er um 13 Prozent auf 1,06 Dollar. Darin enthalten war ein Verlustbeitrag von Helly Hansen in Höhe von sechs Cent je Aktie.

Helly Hansen liefert 114 Millionen Dollar Umsatz

Von den 114 Millionen Dollar Umsatz bei Helly Hansen entfielen 70 Millionen Dollar auf das Sportgeschäft und 37 Millionen Dollar auf Workwear. Die ebenfalls zum Geschäft gehörende Marke Musto erwirtschaftete sieben Millionen Dollar.

Kontoor Brands investiert gleichzeitig stärker in Direct-to-Consumer, Markenaufbau und Technologie. Die bereinigten Vertriebs- und Verwaltungskosten erreichten 221 Millionen Dollar beziehungsweise 37,8 Prozent des Umsatzes.

Zum Quartalsende verfügte der Konzern über liquide Mittel von 58 Millionen Dollar. Die langfristigen Schulden beliefen sich auf 1,1 Milliarden Dollar. Unter der revolvierenden Kreditlinie waren keine Mittel in Anspruch genommen; 493 Millionen Dollar standen zur Verfügung. Die Vorräte gingen um drei Prozent auf 526 Millionen Dollar zurück.

Verkauf von Lee soll im vierten Quartal abgeschlossen werden

Die geplante Veräußerung des Lee-Geschäfts liegt nach Unternehmensangaben im Zeitplan und soll im vierten Quartal abgeschlossen werden. Einen erheblichen Teil des erwarteten Verkaufserlöses will Kontoor Brands anschließend an seine Aktionäre zurückgeben.

Geplant ist ein beschleunigter Aktienrückkauf im Umfang von 400 Millionen Dollar. Verbleibende Erlöse aus der Transaktion sollen für freiwillige Schuldentilgungen verwendet werden. Insgesamt will das Unternehmen 2026 durch Aktienrückkäufe, Dividenden und freiwillige Tilgungen mehr als 900 Millionen Dollar Kapital einsetzen.

Bereits im zweiten Quartal flossen 80 Millionen Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Anteilseigner. Davon entfielen 50 Millionen Dollar auf den Erwerb eigener Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 74 Dollar.

Kontoor Brands erhöht Gewinnprognose

Für das Gesamtjahr erwartet Kontoor Brands weiterhin einen Umsatz zwischen 2,66 und 2,71 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Wachstum von rund zwölf bis 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie wird dagegen von bislang 5,15 bis 5,25 Dollar auf 5,25 bis 5,35 Dollar angehoben. Damit würde das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 27 bis 29 Prozent wachsen.

Deutlich optimistischer ist der Konzern auch bei der Profitabilität. Die bereinigte Bruttomarge soll nun 49,8 bis 50,0 Prozent erreichen. Bislang waren lediglich 48,3 bis 48,5 Prozent erwartet worden. Für das bereinigte operative Ergebnis prognostiziert Kontoor Brands 413 bis 420 Millionen Dollar.

Die aktualisierte Planung beinhaltet zusätzliche Investitionen von rund 25 Millionen Dollar in Markenaufbau und weitere Wachstumsinitiativen. Gleichzeitig erwartet das Unternehmen für 2026 einen operativen Cashflow von rund 450 Millionen Dollar und freiwillige Tilgungen von zunächst 225 Millionen Dollar. Die Nettoverschuldung soll bis zum Jahresende auf weniger als das 1,5-Fache einer maßgeblichen Ergebnisgröße sinken.

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