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Schönheits- und Haushaltspflege trotzen dem Exportabschwung

Frau beim Auftragen einer Handcreme
Foto: Linda Prebreza / Pexels

Key takeaways

Die deutsche Kosmetik- und Haushaltspflegebranche erzielte im ersten Halbjahr 2025 ein Umsatzplus von 3,6 Prozent. Während der Inlandsmarkt solide wuchs, blieb der Export schwach. Eine Studie zeigt zudem: Bürokratie behindert Innovation – viele Unternehmen sehen den Standort Deutschland kritisch.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete die deutsche Kosmetik- und Haushaltspflegebranche ein moderates Umsatzwachstum – trotz schwieriger internationaler Rahmenbedingungen. Laut dem Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V. (IKW) stiegen die Umsätze der Mitgliedsunternehmen um 3,6 Prozent auf 17,8 Milliarden Euro. Treiber dieser Entwicklung war vor allem der heimische Markt, während das Auslandsgeschäft weiter unter Druck steht.

Inland legt kräftig zu, Ausland bleibt schwach

Im Inland erreichte der Umsatz 11,9 Milliarden Euro – ein Anstieg von 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders gefragt waren Haut- und Gesichtspflegeprodukte, aber auch Shampoo und Make-up erzielten solide Zuwächse. Der Bereich Haushaltspflege, zu dem Produkte wie Reinigungsmittel oder Spezialwaschmittel zählen, steuerte 2,8 Milliarden Euro zum Ergebnis bei – ein Plus von 4,6 Prozent.

Der Export hingegen blieb rückläufig: Mit 5,9 Milliarden Euro lag der Auslandsumsatz 3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Immerhin schwächte sich der Negativtrend im Vergleich zum ersten Quartal leicht ab, wo das Minus noch 5,1 Prozent betragen hatte. Positiv stachen ausgerechnet Bade- und Duschzusätze hervor, die sich im Ausland besser behaupten konnten als andere Warengruppen.

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Alltagstauglichkeit stützt Nachfrage

„Kosmetik und Haushaltspflege gehören zu den unverzichtbaren Produkten des Alltags – genau das macht unsere Branche so stark“, kommentiert IKW-Geschäftsführer Thomas Keiser. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und Kaufzurückhaltung bleibe der Bedarf an Körper- und Haushaltspflegeartikeln stabil, insbesondere auf dem deutschen Markt.

Bürokratie bremst Innovation

Sorgen bereiten den Unternehmen jedoch zunehmend die regulatorischen Hürden. Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Roland Berger im Auftrag des IKW zeigt, dass 90 Prozent der befragten Unternehmen den bürokratischen Aufwand durch nationale und EU-weite Vorschriften als hoch empfinden. Dies führt nicht nur zur Verzögerung oder Aufgabe von Produktinnovationen, sondern verursacht auch zusätzliche Kosten, die laut 40 Prozent der Teilnehmer bis in den sechsstelligen Bereich reichen können.

Drei Viertel der befragten Unternehmen beurteilen den Wirtschaftsstandort Deutschland mittlerweile als wenig attraktiv. Keiser warnt: „Überbürokratie lähmt Innovation und schwächt den Standort Deutschland.“ Angesichts wachsender Herausforderungen durch geopolitische Spannungen und internationale Wettbewerbsnachteile werde die wirtschaftliche Zukunft der Branche zunehmend durch politische Rahmenbedingungen mitbestimmt.

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