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Zwischen Nutzen und Misstrauen: Deutsche nutzen KI, aber ohne Vertrauen

Artificial Intelligence
Foto: Amrulqays Maarof / Pixabay

Key takeaways

66 Prozent der Deutschen nutzen KI – doch nur 32 Prozent vertrauen ihr. Eine neue KPMG-Studie zeigt: Fehlende Kompetenz, unklare Regeln und mangelnde Information bremsen den verantwortungsvollen Einsatz.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Zwei Drittel der Deutschen verwenden Künstliche Intelligenz bereits in Alltag, Beruf oder Studium – doch nur 32 Prozent schenken KI-generierten Inhalten Vertrauen. Das zeigt der deutsche Länderbericht der internationalen KPMG-Studie „Trust, attitudes and use of artificial intelligence“, die mit über 48.000 Teilnehmenden weltweit durchgeführt wurde. Deutschland bleibt dabei nicht nur beim Vertrauen, sondern auch bei der Kompetenz deutlich hinter dem internationalen Durchschnitt zurück.

Defizite bei Schulung und Anwendung

Trotz breiter Nutzung ist das Wissen über KI in Deutschland gering: Lediglich 20 Prozent haben bislang eine Schulung absolviert. Weltweit liegt dieser Wert fast doppelt so hoch. Zudem fühlt sich weniger als die Hälfte der Befragten in der Lage, KI-Anwendungen angemessen einzuschätzen. Rund 43 Prozent verwenden die Technologie, ohne die Ergebnisse kritisch zu prüfen. Damit belegt Deutschland beim Thema KI-Kompetenz den vorletzten Platz unter 47 Ländern.

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Positives Potenzial – aber auch viele Vorbehalte

Die Bewertung von KI fällt in Deutschland zwiegespalten aus. Während 59 Prozent der Befragten positive Erfahrungen mit der Technologie gemacht oder beobachtet haben, berichten 31 Prozent von negativen Erlebnissen. Vorteile wie Effizienzsteigerung und Zeitersparnis bei Routinetätigkeiten stehen Risiken wie Falschinformationen oder Kontrollverlust gegenüber. Die Einschätzungen zeigen: Chancen und Bedenken sind gleichermaßen präsent.

Unklare Regeln und hohe Risiken im Job

In Unternehmen ist KI bereits angekommen: 62 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Firma entsprechende Technologien nutzt. Doch häufig fehlen klare Vorgaben – nur 46 Prozent der Unternehmen verfügen über eine KI-Strategie oder Richtlinien zum Einsatz generativer KI. Die Folge: Mitarbeitende nutzen KI-Tools teilweise ohne rechtliche Absicherung und geben Inhalte als eigene Arbeit aus. Das birgt erhebliche Risiken, etwa durch Datenpannen oder fehlerhafte Entscheidungen.

Wunsch nach stärkerer Regulierung

Ein Großteil der Bevölkerung fordert klare Leitplanken für den KI-Einsatz. 75 Prozent wünschen sich internationale Standards, 71 Prozent eine Regulierung durch Staat und Industrie. Nur ein Drittel hält die bestehenden Regeln für ausreichend. Zudem gaben 91 Prozent der Befragten an, keine konkreten gesetzlichen Vorgaben in Deutschland zu kennen – ein Hinweis auf große Informationslücken. Der Ruf nach Transparenz und verbindlichen Regelungen wird damit immer lauter.

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