Nach einem herausfordernden Geschäftsjahr zieht die Lanvin Group eine gemischte Bilanz. Der Konzern musste 2025 einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen, sieht jedoch Fortschritte in seiner strategischen Neuausrichtung und operative Verbesserungen im Jahresverlauf.
Rückläufige Erlöse bei gleichzeitig besserer Profitabilität
Mit einem Jahresumsatz von 240 Millionen Euro lag das Ergebnis um 18 Prozent unter dem Vorjahr. Ursachen waren vor allem eine schwache Nachfrage in wichtigen Märkten sowie gezielte Maßnahmen zur Neuausrichtung, darunter die Optimierung des Direktvertriebs und Anpassungen im Filialnetz. Gleichzeitig verbesserten sich Ergebniskennzahlen wie das bereinigte EBITDA leicht, was auf konsequente Kostendisziplin und effizientere Strukturen zurückzuführen ist.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Direktvertrieb bleibt zentraler Wachstumstreiber
Der Direct-to-Consumer-Kanal blieb mit einem Anteil von 68 Prozent die wichtigste Umsatzquelle. Insbesondere im zweiten Halbjahr zeigten Marken wie Lanvin und Wolford eine stabilere Entwicklung. Erste Effekte aus operativen Anpassungen, verbesserter Warenverfügbarkeit und geschärfter Markenpositionierung wurden sichtbar.
Portfolio wird geschärft und Strukturen angepasst
Im Zuge der Transformation setzte der Konzern auf eine Fokussierung seines Markenportfolios. Maßnahmen wie selektive Ladenschließungen und die Abspaltung des Caruso-Geschäfts zielten darauf ab, Ressourcen stärker auf Kernmarken zu konzentrieren. Parallel wurden interne Prozesse vereinfacht und die Organisation effizienter aufgestellt.
Regionale Unterschiede und vorsichtiger Ausblick
Während sich Nordamerika vergleichsweise stabil zeigte, blieb die Nachfrage in Europa und China verhalten. Marken wie St. John behaupteten sich in ihrem Kernmarkt, während andere Geschäftsbereiche weiter unter Druck standen. Für 2026 erwartet die Gruppe Fortschritte durch abgeschlossene Transformationsmaßnahmen, betont jedoch die anhaltende Unsicherheit im globalen Luxusmarkt.



