Lufthansa Cargo will die LUG aircargo handling GmbH vollständig übernehmen und damit ihre Infrastruktur im deutschen Heimatmarkt ausbauen. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde eine entsprechende Vereinbarung am 7. September 2026 unterzeichnet. Mit der Transaktion verschafft sich die Frachttochter der Lufthansa Group zusätzliche, kurzfristig verfügbare Abfertigungskapazitäten.
Der Vollzug steht noch unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher und weiterer behördlicher Genehmigungen. Für die Kunden beider Unternehmen soll sich zunächst nichts ändern: LUG soll auch nach der Übernahme als eigenständiger Anbieter am Markt bleiben und bestehende Kundenbeziehungen fortführen.
Lufthansa Cargo investiert gezielt in zusätzliche Kapazitäten
Die Übernahme ist Teil der Wachstumsstrategie von Lufthansa Cargo. Das Unternehmen will seine Abfertigungsinfrastruktur flexibler aufstellen und sich zusätzliche Kapazitäten für weiteres profitables Wachstum sichern.
Parallel modernisiert Lufthansa Cargo im Rahmen des Programms LCCevo seine bestehende Infrastruktur am Frankfurter Flughafen. Dafür sind Investitionen von rund 600 Millionen Euro vorgesehen. Die LUG-Übernahme ergänzt dieses langfristige Ausbauprogramm um bereits vorhandene Flächen und operative Kapazitäten.
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LUG bringt 50.000 Quadratmeter Lagerfläche ein
LUG aircargo handling gehört bislang zur Dettmer Group und beschäftigt rund 400 Mitarbeiter. Das Unternehmen verfügt in Deutschland über etwa 50.000 Quadratmeter überdachte Lagerfläche sowie weitere rund 18.000 Quadratmeter Büro- und Infrastrukturflächen.
Der Luftfrachtabfertiger ist seit mehr als 60 Jahren am Markt aktiv und arbeitet für verschiedene internationale Fluggesellschaften. Unter dem Dach von Lufthansa Cargo soll LUG seine bestehenden Strukturen und Kundenbeziehungen beibehalten.
Übernahme soll Flexibilität und Resilienz erhöhen
Lufthansa Cargo begründet den Schritt mit einem zunehmend volatilen Marktumfeld. Durch zusätzliche eigene Handling-Kapazitäten will das Unternehmen schneller auf Nachfrageschwankungen reagieren und die Abfertigung zuverlässiger und effizienter gestalten.
Damit stärkt Lufthansa Cargo zugleich die vertikale Kontrolle über einen wichtigen Teil der eigenen Logistikkette. Neben Flugzeugkapazität und Netzwerk gewinnt damit auch die Bodenabfertigung als strategischer Faktor für Wachstum und Servicequalität an Bedeutung.
Lufthansa Cargo setzt auf langfristiges Wachstum
Die Frachtgesellschaft verbindet fünf zentrale Hubs in Frankfurt, München, Brüssel, Wien und Rom mit einem weltweiten Netzwerk. Täglich werden nach Unternehmensangaben durchschnittlich rund 2.500 Tonnen Fracht transportiert.
Die eigene Frachterflotte umfasst 18 Boeing 777F und vier Airbus A321F. Hinzu kommen Kapazitäten in Passagierflugzeugen mehrerer Airlines der Lufthansa Group sowie ein umfangreiches Straßenzubringernetz.
Mit der geplanten LUG-Übernahme stärkt Lufthansa Cargo nun einen weiteren Teil dieser Infrastruktur. Ziel ist es, zusätzliche Kapazität im Heimatmarkt zu sichern und gleichzeitig die operative Basis für weiteres Wachstum auszubauen.




