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Lululemon wächst moderat – Margendruck belastet Ergebnis

Sportlerin in Lululemon
Foto: Lululemon

Key takeaways

Lululemon steigert 2025 den Umsatz leicht, kämpft jedoch mit sinkenden Margen und rückläufigem Gewinn. Während das internationale Geschäft stark wächst, schwächelt Nordamerika. Für 2026 erwartet das Unternehmen moderates Wachstum, aber weiteren Druck auf die Profitabilität.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Der US-Sportartikelhersteller lululemon hat im vierten Quartal und im Gesamtjahr 2025 ein moderates Umsatzwachstum erzielt, während die Profitabilität spürbar unter Druck geriet. Besonders das internationale Geschäft erwies sich erneut als zentraler Wachstumstreiber, während Nordamerika schwächelte.

Leichtes Umsatzplus im Schlussquartal

Im vierten Quartal stieg der Umsatz laut Unternehmen um 1 Prozent auf 3,6 Milliarden US-Dollar. Auf vergleichbarer Basis legten die Erlöse um 3 Prozent zu. Während das Geschäft in Amerika rückläufig war, konnte lululemon international deutlich zulegen. Hier stiegen die Umsätze zweistellig, was die Bedeutung der globalen Expansion unterstreicht.

Trotz stabiler Erlöse sank die Profitabilität deutlich. Der operative Gewinn ging um 22 Prozent zurück, die Marge fiel spürbar. Auch der Gewinn je Aktie lag mit 5,01 US-Dollar klar unter dem Vorjahreswert.

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Internationales Geschäft als Wachstumsmotor

Im Gesamtjahr 2025 erhöhte sich der Umsatz um 5 Prozent auf 11,1 Milliarden US-Dollar. Während die Erlöse in Amerika leicht rückläufig waren, verzeichnete das internationale Geschäft ein Wachstum von über 20 Prozent. Auch die vergleichbaren Umsätze entwickelten sich außerhalb Nordamerikas deutlich dynamischer.

Diese Entwicklung zeigt eine klare Verschiebung der Wachstumsdynamik: Während der Heimatmarkt an Dynamik verliert, gewinnt die internationale Expansion zunehmend an strategischer Bedeutung.

Margen unter Druck

Trotz steigender Umsätze blieb der Bruttogewinn im Gesamtjahr stabil, die Marge ging jedoch zurück. Auch das operative Ergebnis sank zweistellig. Der Gewinn je Aktie fiel von 14,64 auf 13,26 US-Dollar.

Hintergrund sind unter anderem höhere Kosten, ein veränderter Produktmix sowie verstärkte Investitionen in Wachstum und Markenpositionierung.

Fokus auf Produktinnovation und Markenstärke

Interims-Co-CEO Meghan Frank betonte die strategische Ausrichtung für das laufende Jahr: „Wir konzentrieren uns darauf, unseren Aktionsplan umzusetzen, neue und differenzierte Produkte anzubieten und das Kundenerlebnis weiter zu verbessern.“ Besonders wichtig sei es, den Anteil von Verkäufen zum vollen Preis wieder zu steigern, insbesondere in Nordamerika.

Auch Co-CEO André Maestrini hob die Bedeutung internationaler Märkte hervor und verwies auf zweistellige Wachstumsraten außerhalb der USA. Gleichzeitig sollen Erkenntnisse aus den verschiedenen Regionen genutzt werden, um globale Strategien weiterzuentwickeln.

Expansion und Aktienrückkäufe

lululemon setzte seine Expansion fort und eröffnete im Jahr 2025 insgesamt 44 neue Filialen. Damit betreibt das Unternehmen nun weltweit 811 Stores. Parallel dazu investierte der Konzern massiv in Aktienrückkäufe und erwarb eigene Anteile im Wert von rund 1,2 Milliarden US-Dollar.

Solide Bilanz, steigende Lagerbestände

Zum Jahresende verfügte das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von 1,8 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig stiegen die Lagerbestände deutlich um 18 Prozent, was auf eine vorsichtigere Nachfrageentwicklung oder strategische Vorratshaltung hindeutet.

Verhaltener Ausblick für 2026

Für das erste Quartal 2026 erwartet lululemon ein Umsatzwachstum von 1 bis 3 Prozent. Für das Gesamtjahr prognostiziert das Unternehmen Erlöse zwischen 11,35 und 11,5 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 2 bis 4 Prozent entspricht.

Beim Gewinn je Aktie rechnet das Management hingegen mit einem weiteren Rückgang auf 12,10 bis 12,30 US-Dollar. Damit signalisiert der Ausblick, dass das Unternehmen kurzfristig weiterhin mit Margendruck konfrontiert bleibt.

Insgesamt zeigt sich lululemon in einer Übergangsphase: Während das internationale Geschäft stark wächst und die Marke global an Bedeutung gewinnt, stellen schwächere Entwicklungen im Heimatmarkt und sinkende Margen zentrale Herausforderungen dar.

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