Lululemon hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025 einen Umsatzanstieg von 7 % auf 2,5 Mrd. US-Dollar (rund 2,3 Mrd. Euro) erzielt. Das entspricht einem Plus von 6 % auf konstanter Währungsbasis. Während das internationale Geschäft stark zulegte, sorgte die Entwicklung in den USA für Enttäuschung.
Starke Dynamik außerhalb Nordamerikas
Besonders positiv entwickelte sich der internationale Umsatz, der um 22 % (20 % auf konstanter Währungsbasis) zulegte. Die internationalen Vergleichsumsätze stiegen sogar um 15 %. In Nordamerika hingegen fiel der Umsatzzuwachs mit nur 1 % sehr schwach aus, die vergleichbaren Umsätze gingen dort sogar um 4 % zurück.
CEO Calvin McDonald räumte Schwierigkeiten bei der Produktstrategie ein und kündigte Maßnahmen an, um das Sortiment zu optimieren und das Wachstum in den USA wieder anzukurbeln. Man sei zuversichtlich, die langfristigen Ziele weiterhin erreichen zu können.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Ergebnisse bleiben hinter Erwartungen zurück
Der operative Gewinn sank um 3 % auf 523,8 Mio. US-Dollar (ca. 489 Mio. Euro), die operative Marge lag bei 20,7 % – ein Rückgang um 210 Basispunkte. Die Bruttomarge fiel um 110 Basispunkte auf 58,5 %. Der Gewinn je Aktie betrug 3,10 US-Dollar, leicht unter dem Vorjahreswert von 3,15 US-Dollar.
CFO Meghan Frank wies auf die Belastung durch höhere Importzölle hin und kündigte eine vorsichtigere Prognose für das Gesamtjahr an. Zugleich verwies sie auf die solide Bilanz und die Investitionsbereitschaft des Unternehmens.
Prognose für das Gesamtjahr gesenkt
Für das dritte Quartal erwartet Lululemon einen Umsatz zwischen 2,47 und 2,5 Mrd. US-Dollar (rund 2,3 Mrd. Euro) und einen Gewinn je Aktie von 2,18 bis 2,23 US-Dollar. Für das Gesamtjahr liegt die neue Umsatzprognose bei 10,85 bis 11 Mrd. US-Dollar (rund 10 bis 10,2 Mrd. Euro), was einem Wachstum von 2 % bis 4 % entspricht.
Die Prognose berücksichtigt negative Effekte durch Zölle in Höhe von rund 240 Mio. US-Dollar, denen Einsparungen durch Lieferanten und Preisanpassungen gegenüberstehen sollen. Ob diese Maßnahmen greifen, hängt maßgeblich von der weiteren Marktentwicklung und regulatorischen Änderungen ab.


