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Telekom führt „Stille Stunde“ für reizreduzierte Beratung in Shops ein

Mitarbeiterin der Telekom im Kundengespraech
Foto: Telekom Deutschland

Key takeaways

Die Deutsche Telekom startet mit der „Magenta Stillen Stunde“ ein neues Beratungsformat in ausgewählten Shops. In ruhiger Atmosphäre sollen Kundengespräche ohne Reizüberflutung stattfinden – ein Angebot, das vor allem Menschen mit sensorischen Einschränkungen und hohem Ruhebedürfnis zugutekommt und ein starkes Zeichen für Inklusion setzt.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Weniger Lärm, gedämpftes Licht und mehr Zeit für individuelle Beratung: Die Deutsche Telekom startet in ausgewählten Shops mit der „Magenta Stillen Stunde“ ein neues Serviceformat, das auf eine reizreduzierte Umgebung setzt. Ziel ist es, besonders sensible Kundengruppen gezielter zu erreichen und Inklusion sowie Barrierefreiheit aktiv umzusetzen.

Neues Format für individuelle Beratung

Das Angebot richtet sich an alle, die eine ruhigere Einkaufsumgebung schätzen – besonders aber an Menschen mit sensorischen Empfindlichkeiten, etwa im Autismus-Spektrum, mit ADHS oder Angststörungen. Auch Senioren und Personen in belastenden Lebensphasen sollen von der ruhigen Atmosphäre profitieren. In festgelegten Zeitfenstern werden dafür akustische und visuelle Reize minimiert: Die Beleuchtung wird gedimmt, Musik und Durchsagen abgeschaltet, digitale Displays reduziert. Die Beratung erfolgt in persönlicher Eins-zu-eins-Situation ohne Zeitdruck.

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Kombination aus Terminvergabe und Flexibilität

Die „Stille Stunde“ wird laut Pressemitteilung zunächst in Shops in Großstädten wie Berlin, Köln und München eingeführt. Termine können über die Telekom-App via Magenta Moments gebucht werden. Gleichzeitig bleibt der Zugang flexibel: Auch ohne vorherige Terminvereinbarung ist ein Besuch möglich. Damit soll insbesondere Menschen geholfen werden, denen langfristige Planungen schwerfallen.

Mitarbeitende als Impulsgeber

Bemerkenswert ist, dass die Idee aus der Belegschaft selbst kam. Mitarbeitende haben den Impuls gegeben, ein inklusiveres Umfeld zu schaffen. Simone Carstens, Geschäftsführerin für das Privatkundengeschäft, betont: „Wir wollen ein Angebot schaffen für Menschen, die unsere Shops bisher vielleicht gemieden haben.“ Die „Stille Stunde“ sei ein Baustein, um echte Barrierefreiheit zu ermöglichen.

Signalwirkung für den stationären Handel

Während ähnliche Konzepte bisher fast ausschließlich aus dem Lebensmitteleinzelhandel oder dem Ausland bekannt sind, überträgt die Telekom das Prinzip erstmals auf den beratungsintensiven Telekommunikationsbereich. Das Format setzt damit ein Zeichen, wie sich stationärer Einzelhandel durch empathische Konzepte differenzieren und neue Zielgruppen ansprechen kann. In einer Zeit, in der viele Händler unter Druck stehen, wird gelebte Inklusion so auch zum Wettbewerbsfaktor.

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