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Berichte: Meta profitiert von Betrugsanzeigen – Unternehmen weist Vorwürfe zurück

SCAM Schrift auf einem Online Shop
Foto: RETAIL-NEWS / Made with AI

Key takeaways

Ein Leak legt laut Reuters offen, dass Meta jährlich rund 16 Milliarden Dollar mit betrügerischer Werbung verdient. Die Plattform zeigt laut Bericht täglich Milliarden potenziell betrügerische Anzeigen. Während Meta auf Verteidigung setzt, rufen Verbraucherschützer und Regulierer nach Aufklärung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Interne Unterlagen zeigen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, dass Meta jährlich rund 16 Milliarden US-Dollar mit Werbeanzeigen verdient, die betrügerisch sind oder für verbotene Produkte werben. Diese Summe entspricht etwa zehn Prozent des Gesamtumsatzes des Konzerns und offenbart das Ausmaß eines Problems, das Nutzer von Facebook und Instagram schon lange beklagen.

Milliardenfacher Scam – täglich

In den Unterlagen, auf die sich der Bericht stützt, ist unter anderem von durchschnittlich 15 Milliarden riskanten Anzeigen pro Tag die Rede. Diese Anzeigen weisen laut Meta selbst klare Anzeichen von Betrug auf. Dass solche Werbung auf den Plattformen verbreitet ist, überrascht Nutzer kaum: Beschwerden über gefälschte Shops, falsche Produktversprechen oder betrügerische Gewinnspiele häufen sich seit Jahren. Trotzdem scheint sich wenig zu ändern – und das möglicherweise aus gutem Grund.

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Meta soll problematische Anzeigen bewusst tolerieren

Laut Reuters lassen die internen Dokumente den Schluss zu, dass Meta zwar über die Problematik informiert ist, aber häufig untätig bleibt – offenbar, weil die betrügerischen Anzeigen erhebliche Einnahmen generieren. Gleichzeitig führen solche Anzeigen indirekt zu höheren Werbepreisen: Je höher die Nachfrage nach Werbeplätzen, desto teurer werden diese. Auch legitime Werbekunden müssen also mehr zahlen – ein doppelter Vorteil für Meta.

Algorithmus verstärkt das Problem

Besonders brisant: Nutzer, die einmal auf eine betrügerische Anzeige klicken, bekommen durch Metas personalisiertes Anzeigensystem mit höherer Wahrscheinlichkeit weitere ähnliche Anzeigen ausgespielt. Ein Kreislauf, der Betroffene immer tiefer in die Betrugsmasche ziehen kann.

Meta verteidigt sich – Zahlen sprechen andere Sprache

Meta weist die Vorwürfe zurück und betont, dass die Dokumente intern und aus dem Kontext gerissen seien. Man habe die Erkennungssysteme für Scam-Anzeigen weiterentwickelt und die Zahl der Nutzerbeschwerden weltweit um 58 Prozent gesenkt. Trotzdem legt der Bericht nahe, dass Meta Anzeigen nur dann blockiert, wenn ein Betrug mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent erkannt wird – ein hoher Schwellenwert, der viele problematische Inhalte durchrutschen lässt.

Weltweite Schäden durch Online-Betrug

Laut dem „2025 Global State of Scams“-Bericht der Global Anti-Scam Alliance verloren Verbraucher weltweit im vergangenen Jahr rund eine Billion US-Dollar (etwa 940 Milliarden Euro) durch Betrug. Besonders stark betroffen sind Südamerika und Afrika, wo bis zu 41 Prozent der Bevölkerung Opfer von Scams wurden.

Angesichts dieser Zahlen und Metas globaler Reichweite dürften sich Regulierungsbehörden weltweit für die internen Dokumente interessieren. Sollte sich der Vorwurf bestätigen, dass Meta wissentlich von betrügerischer Werbung profitiert, könnten dem Konzern empfindliche Strafen drohen. Ob diese aber hoch genug wären, um als wirksame Abschreckung zu dienen, bleibt fraglich.

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