Die Nutzung künstlicher Intelligenz steigt weltweit weiter deutlich an. Das geht aus dem aktuellen AI Diffusion Report von Microsoft hervor. Demnach hat Deutschland im ersten Quartal 2026 erstmals die Schwelle von 30 Prozent KI-Nutzung in der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter überschritten.
Deutschland erreicht neuen Meilenstein
Laut dem Bericht stieg die KI-Nutzung in Deutschland innerhalb eines Quartals von 28,6 auf 31,1 Prozent. Damit gehört Deutschland nun zu insgesamt 26 Volkswirtschaften, in denen mehr als 30 Prozent der Menschen zwischen 15 und 64 Jahren generative KI-Anwendungen nutzen.
Weltweit erhöhte sich die KI-Nutzung im ersten Quartal 2026 von 16,3 auf 17,8 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung. Microsoft beobachtet dabei nicht nur eine breitere Verbreitung, sondern auch eine intensivere Nutzung in Ländern mit bereits hoher KI-Adoption.
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Vereinigte Arabische Emirate bleiben Spitzenreiter
Im internationalen Vergleich führen weiterhin die Vereinigten Arabischen Emirate mit einer KI-Nutzungsrate von 70,1 Prozent. Dahinter folgen Singapur mit 63,4 Prozent sowie Norwegen und Irland mit jeweils knapp unter 50 Prozent.
Die USA verbesserten sich laut Microsoft ebenfalls im globalen Ranking und erreichten eine Nutzungsquote von 31,3 Prozent. Besonders dynamisch entwickelte sich die KI-Verbreitung zuletzt in mehreren asiatischen Ländern, darunter Südkorea, Thailand und Japan.
Microsoft führt dies unter anderem auf Fortschritte bei KI-Systemen für asiatische Sprachen zurück.
KI-Kluft zwischen Nord und Süd wächst
Der Report zeigt zugleich eine zunehmende globale Ungleichheit bei der Verbreitung künstlicher Intelligenz. Während die KI-Nutzung im sogenannten Globalen Norden inzwischen bei 27,5 Prozent liegt, erreicht sie im Globalen Süden lediglich 15,4 Prozent.
Für die Analyse wertet Microsoft anonymisierte Nutzungsdaten generativer KI-Anwendungen aus und kombiniert diese mit Informationen zu Geräteverbreitung, Internetnutzung und Bevölkerungsstruktur.
Das Unternehmen betont, dass die Messung der weltweiten KI-Verbreitung weiterentwickelt werden soll, um künftig auch Auswirkungen auf Produktivität, Wissenschaft und Wirtschaft präziser bewerten zu können.
KI-Coding treibt Softwareentwicklung an
Besonders stark wächst laut Report derzeit der Einsatz von KI im Bereich Softwareentwicklung. Verbesserte Coding-Funktionen von Systemen wie GitHub Copilot, Claude Code oder OpenAI Codex hätten die Produktivität deutlich erhöht.
Weltweit stieg die Zahl sogenannter Git-Pushes – also veröffentlichter Codeänderungen – im Jahresvergleich um 78 Prozent. Gleichzeitig deuten erste Daten darauf hin, dass KI die Nachfrage nach Softwareentwicklern bislang nicht verdrängt, sondern sogar steigert.
In den USA erreichte die Zahl der Softwareentwickler 2025 mit rund 2,2 Millionen Beschäftigten einen neuen Höchststand. Für das erste Quartal 2026 verzeichnet Microsoft erneut steigende Beschäftigungszahlen in diesem Bereich.




