Microsoft hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 deutlich bessere Ergebnisse erzielt als im Vorjahreszeitraum. Der US-Technologiekonzern steigerte seinen Umsatz um 18 Prozent auf 77,7 Milliarden US-Dollar (rund 73 Milliarden Euro). Noch dynamischer entwickelte sich das operative Ergebnis, das um 24 Prozent auf 38 Milliarden Dollar (rund 35,7 Milliarden Euro) zulegte.
Der Gewinn stieg nach GAAP-Standards um 12 Prozent auf 27,7 Milliarden Dollar (rund 26 Milliarden Euro). Bereinigt um Verluste aus Beteiligungen an OpenAI lag das Nettoergebnis bei 30,8 Milliarden Dollar (rund 29 Milliarden Euro), ein Plus von 22 Prozent. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich entsprechend auf 4,13 Dollar (nicht-GAAP), was einem Zuwachs von 23 Prozent entspricht.
Cloud-Geschäft als Wachstumsmotor
Das stärkste Wachstum verzeichnete Microsoft im Cloud-Segment: Der Umsatz mit Microsoft Cloud stieg um 26 Prozent auf 49,1 Milliarden Dollar (rund 46 Milliarden Euro). Der Bereich „Intelligent Cloud“, zu dem Azure gehört, legte um 28 Prozent zu und erwirtschaftete 30,9 Milliarden Dollar (rund 29 Milliarden Euro). Besonders Azure und verwandte Dienste wuchsen um 40 Prozent – ein klares Zeichen für die anhaltende Dynamik im Markt für Cloud-Infrastrukturen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Produktivitätslösungen und Werbung im Aufwind
Auch die Sparte „Productivity and Business Processes“ trug mit einem Umsatzplus von 17 Prozent auf 33 Milliarden Dollar (rund 31 Milliarden Euro) zum Wachstum bei. Microsoft 365, sowohl für Unternehmen als auch für Privatanwender, verzeichnete Zuwächse von 17 beziehungsweise 26 Prozent. LinkedIn wuchs um 10 Prozent, Dynamics 365 um 18 Prozent.
Im Bereich „More Personal Computing“ fiel das Wachstum mit vier Prozent auf 13,8 Milliarden Dollar (rund 13 Milliarden Euro) moderater aus. Hier zeigten sich leichte Zuwächse bei Windows-OEM- und Geräteumsätzen (+6 %) sowie bei der Such- und Werbevermarktung (+16 %). Die Gaming-Sparte stagnierte weitgehend.
KI als strategischer Hebel
Laut CEO Satya Nadella zeigt sich das Potenzial der hauseigenen KI-Initiativen zunehmend in messbaren Geschäftsergebnissen. Die Kombination aus Microsofts Cloud-Infrastruktur und KI-gestützten „Copilots“ in verschiedenen Anwendungsfeldern habe breite Marktakzeptanz gefunden. CFO Amy Hood betonte zudem, dass sich der starke Start ins neue Geschäftsjahr durch hohe Kundennachfrage und ein differenziertes Plattformangebot erklären lasse.
Hohe Investitionen in KI und Aktionärsrendite
Microsoft kündigte an, weiter massiv in den Ausbau von KI-Kompetenzen zu investieren – sowohl in Rechenzentren als auch in Personal. Zugleich wurden im ersten Quartal 10,7 Milliarden Dollar (rund 10 Milliarden Euro) an Aktionäre ausgeschüttet.


