Das Modeunternehmen SiNN hat sein Insolvenzverfahren offiziell abgeschlossen. Wie das Amtsgericht Hagen mitteilte, wurde das Verfahren zum 31. August aufgehoben. Damit sei die Restrukturierung erfolgreich beendet, heißt es in einer Erklärung des Unternehmens, die der TextilWirtschaft vorliegt.
Die SiNN GmbH, die in diesem Jahr ihr 175-jähriges Bestehen feiert, betreibt aktuell 34 Filialen mit Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen sowie einen Onlineshop. Die Häuser richten sich vor allem an Kundschaft in mittelgroßen Städten und bieten ein Sortiment von rund 500 Marken. Insgesamt zählt das Unternehmen mehr als zwei Millionen Kundinnen und Kunden.
Neuausrichtung unter bekannter Eigentümerin
Die Gesellschafterin Isabella Goebel bleibt weiterhin Eigentümerin des Unternehmens. Gemeinsam mit dem neuen Führungsteam um Christian Döscher und Philipp Reifferscheid soll nun ein neues Kapitel aufgeschlagen werden. Das Ziel: zurück zur vollen Konzentration auf Mode, Service und ein überzeugendes Einkaufserlebnis.
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Starker Rückhalt während der Sanierung
Laut Mitteilung bedankt sich der zuständige Insolvenzverwalter Michael Mönig ausdrücklich bei den rund 1.500 Beschäftigten für ihre Unterstützung und Einsatzbereitschaft während des Verfahrens. Pro Filiale sind bis zu 120 Mitarbeitende tätig, im Hagener Servicecenter arbeiten weitere 75 Personen.
Umsatz von 240 Millionen Euro
SiNN erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von etwa 240 Millionen Euro. Trotz der finanziellen Schwierigkeiten konnte sich das Unternehmen in der Gläubigerversammlung im April gegen eine mögliche Übernahme durch die JC Switzerland Holding – die Muttergesellschaft von Peek & Cloppenburg Düsseldorf – behaupten. Damit bleibt SiNN ein eigenständiges Unternehmen in Familienhand.


