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Klimastrategie mit Lücken: Unternehmen investieren, handeln aber zögerlich

Baum in einer zerbrochenen Glaskugel als Symbol für Nachhaltigkeit zu Krisenzeiten
Foto: AndreasAux / Pixabay

Key takeaways

Eine Studie von Capgemini zeigt: Unternehmen investieren verstärkt in ökologische Nachhaltigkeit, doch konkrete Maßnahmen zur Klimaanpassung bleiben oft aus. Zwar gelten Net-Zero-Ziele als gesetzt, doch operative Umsetzungen fehlen häufig. Verbraucher misstrauen zunehmend und fordern mehr Transparenz und bezahlbare, glaubwürdige Nachhaltigkeitslösungen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und geopolitischer Spannungen bleibt Nachhaltigkeit für Unternehmen weltweit eine strategische Priorität. Laut dem aktuellen Report „A world in balance 2025“ des Capgemini Research Institute planen 87 Prozent der Unternehmen in Deutschland, ihre Investitionen in ökologische Nachhaltigkeit innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate zu erhöhen. International liegt der Wert bei über 80 Prozent. Regulatorische Anforderungen, betriebswirtschaftliche Vorteile und Effizienzsteigerungen gelten dabei als zentrale Anreize.

Deutschland bei Net-Zero-Zielen führend

Besonders hervor sticht die Bereitschaft deutscher Unternehmen, an langfristigen Klimazielen festzuhalten: 98 Prozent bestätigen, ihre Net-Zero-Pläne beizubehalten – ein Spitzenwert im internationalen Vergleich. Dennoch zeigt sich in der Umsetzung ein deutlicher Rückstand: Nur 21 Prozent der Unternehmen verfügen über detaillierte Transformationspläne mit Zwischenzielen. Interne Hindernisse wie Budgetgrenzen, fragmentierte Zuständigkeiten und unzureichende Datensysteme hemmen vielerorts den Fortschritt.

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Realitätscheck bei Klimaanpassung

Angesichts zunehmender Naturkatastrophen rückt die Anpassung an Klimarisiken stärker in den Fokus. Über 70 Prozent der Führungskräfte berichten bereits von Lieferkettenunterbrechungen, Produktionsausfällen oder Rohstoffengpässen. Gleichzeitig sehen zwei Drittel steigende Risiken im Versicherungsbereich. Dennoch zeigt die Studie: Die konkreten Gegenmaßnahmen bleiben begrenzt. Nur ein Drittel investiert in resilientere Infrastruktur oder verlagert die Produktion, und weniger als ein Viertel entwickelt Produkte klimafest weiter.

Generative KI: Nutzen erkannt, Umweltkosten nicht ignoriert

Auch technologische Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz prägen die Nachhaltigkeitsdebatte. 64 Prozent der befragten Unternehmen nutzen KI zur Umsetzung ihrer Umweltziele. Zugleich wächst das Bewusstsein für die Schattenseiten: 57 Prozent der Führungskräfte diskutieren die Umweltauswirkungen generativer KI, aber nur knapp ein Drittel setzt konkrete Reduktionsmaßnahmen um. Der Anteil jener, die den Nutzen höher als die ökologischen Kosten bewerten, sank im Jahresvergleich deutlich.

Verbrauchervertrauen sinkt

Ein wachsendes Misstrauen der Konsumenten gegenüber unternehmerischen Nachhaltigkeitsversprechen verschärft die Lage. Während 2023 noch rund ein Drittel der Konsumenten von „Greenwashing“ ausging, sind es inzwischen 62 Prozent. Die Erwartungen steigen: Drei Viertel fordern stärkeres Engagement bei der Emissionsreduktion, doch gleichzeitig empfinden viele nachhaltige Angebote als zu teuer oder unzureichend erklärt.

Fazit: Strategie vorhanden, Umsetzung ausbaufähig

Der Report zeigt: Unternehmen erkennen Nachhaltigkeit als wirtschaftliche Notwendigkeit. Doch ohne konkrete, umsetzbare Maßnahmen droht eine Glaubwürdigkeitslücke. Capgemini-Experte Lukas Birn fordert daher ein „pragmatisches und operatives Vorgehen“, das nicht nur Resilienz sichert, sondern auch Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit langfristig stärkt.

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