Nike setzt Berichten nach seine interne Neuausrichtung fort und plant eine weitere Runde von Stellenstreichungen. Betroffen sind laut CNBC weniger als ein Prozent der weltweiten Konzernbelegschaft. Die Maßnahme erfolgt im Zuge einer umfassenden strategischen Umstrukturierung, die CEO Elliott Hill bereits seit seinem Amtsantritt vorantreibt.
Fokus auf Sport statt Lifestyle
Unter Hills Vorgänger John Donahoe hatte Nike seine Geschäftsbereiche nach Zielgruppen strukturiert – in Damen-, Herren- und Kindersegmente –, um das Lifestyle-Segment auszubauen. Diese Aufteilung wird nun rückgängig gemacht. Künftig sollen die Marken Nike, Jordan und Converse wieder in sportzentrierten Teams arbeiten, die sich auf Athleten und sportliche Innovationen fokussieren. Ziel ist es, die Innovationskraft der Produkte zu stärken und wieder näher an die Bedürfnisse von Sportlern heranzurücken.
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Personalumbau mit überschaubaren Einschnitten
Auch wenn die konkreten Zahlen nicht veröffentlicht wurden, sollen die Stellenstreichungen dem Bericht nach nur einen „kleinen Anteil“ der Konzernmitarbeiter betreffen. Die EMEA-Region und die Marke Converse bleiben davon unberührt. Im internen Memo heißt es, dass einige Mitarbeiter in neue Rollen wechseln, neue Vorgesetzte erhalten oder sich in anderen Teams wiederfinden werden.
Remote-Arbeit zur Umsetzungsphase
Um den Übergang zu erleichtern, arbeiten die meisten Büroangestellten in den USA und Kanada in der kommenden Woche remote. Ausnahmen gelten nur bei gesonderter Anweisung durch Vorgesetzte. Die Restrukturierung folgt auf eine bereits im Februar angekündigte Entlassungsrunde, bei der rund 1.500 Stellen (etwa 2 % der weltweiten Belegschaft) abgebaut wurden.
Hoffnung auf baldige Erholung
Mit dem Umbau will Hill nicht nur die Innovationspipeline stärken, sondern auch die angeschlagene Umsatzentwicklung stabilisieren und das Vertrauen von Handelspartnern zurückgewinnen. Bei der Präsentation der Quartalszahlen im Juni hatte das Unternehmen angedeutet, dass sich die Geschäftsentwicklung in den kommenden Quartalen verbessern könnte – die ersten Effekte der Neuausrichtung könnten also bald sichtbar werden.



